Verband verbreitet Optimismus
Kfz-Gewerbe erwartet Zuwächse

Der Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes Rolf Leuchtenberger verbreitet Optimismus. Trotz Umsatzeinbußen im Mai rechnet sein Verband weiterhin mit Zuwächsen für das Gesamtjahr 2004. Gleichzeitig warnt Leuchtenberger aber vor der Schwarzarbeit im Kfz-Gewerbe, die der Branche zu schaffen macht.

HB BAD DÜRKHEIM. Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe rechnet trotz Einbußen im Mai weiterhin mit Zuwächsen für das Gesamtjahr. „Wir korrigieren noch nicht, wir hoffen, dass es noch Chancen geben kann“, sagte Verbandspräsident Rolf Leuchtenberger am Dienstag in Bad Dürkheim. Nach seinen Worten will der Vorstand des Verbandes der Mitgliederversammlung zudem empfehlen, für längere Probefahrten künftig eine Gebühr zu verlangen. „Es ist verständlich, dass der absolute Missbrauch, der da betrieben worden ist, von uns bekämpft werden muss“, sagte Leuchtenberger.

Die Empfehlung verteidigte er mit dem Hinweis auf gestiegene Kosten und den Wettbewerb. So forderten Internet-Autohändler beispielsweise dazu auf, ein Auto beim Markenhändler Probe zu fahren und es dann im Internet zu bestellen. „Es geht nicht um die klassische Probefahrt, es geht nicht um Stammkunden und Kunden mit ernster Kaufabsicht. Es geht um Auswüchse und um einen Riegel gegen Trittbrettfahrer und Rosinenpicker“, sagte er. Als Negativbeispiel nannte er eine „Probefahrt“ in den Urlaub über 2000 Kilometer.

Der Verband rechnet bis Ende Juni mit 1,62 Millionen verkauften Neuwagen, was im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um ein Prozent bedeutet. Das Gebrauchtwagengeschäft liege mit 3,3 Millionen Umschreibungen knapp ein Prozent unter Vorjahreswert. Vor allem der Mai habe mit einem Rückgang von 7,3 Prozent bei den Neuzulassungen im Vorjahresvergleich und einem 18-prozentigen Rückgang beim Auftragseingang für einen „schweren Rückschlag“ gesorgt, sagte Leuchtenberger. Als Grund nannte er die Verunsicherung der Verbraucher. Im Servicebereich sei allerdings mit rund 46 Millionen Reparatur- und Wartungsaufträgen ein Zuwachs von zwei Prozent erzielt worden. Die Zahl der Betriebe ging um rund 600 zurück, die Zahl der Mitarbeiter sank bis Ende April um 5000 auf 485 000.

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