Verkaufte Wagen
Toyota hat GM überholt

Den Titel des wertvollsten Autobauers trägt Toyota schon eine ganze Weile. Nun dürfen sich die Japaner auch „größter Autobauer der Welt“ nennen, denn sie haben im ersten Quartal General Motors bei den Verkaufszahlen von Platz eins verdrängt. Der Vorsprung ist jedoch knapp.

HB TOKIO. Der weltweite Absatz sei von Januar bis März um 9 Prozent auf 2,35 Mill. Fahrzeuge gestiegen, teilte das japanische Unternehmen am Dienstag mit. GM konnte seinen Absatz im gleichen Zeitraum dagegen nur um 3 Prozent auf 2,26 Mill. Fahrzeuge steigern.

Dass sich die Japaner im laufenden Jahr vor die Amerikaner schieben würden, war allgemein erwartet worden. Denn während die US-Autobauer auf spritschluckende Geländewagen und Pick-Ups gesetzt haben, haben die Asiaten umweltschonende Fahrzeuge entwickelt, die sich nicht erst seit der aktuellen Klimadebatte gut verkaufen. Der gestiegene Spritpreis hatte GM schon vorher das Geschäft vermiest.

Auch im Gesamtjahr dürfte Toyota bei den Verkäufen vor GM liegen. Die Japaner wollen nach Angaben vom Dezember 9,42 Mill. Fahrzeuge fertigen, während GM von einer Produktion von 9,18 Mill. Fahrzeugen ausgeht. Seit zig Quartalen gewinnt Toyota besonders im Heimatmarkt von GM an Bedeutung, aber auch in Europa erfreuen sich die Wagen aus Fernost großer Beliebtheit, gelten sie doch als zuverlässig und mängelarm. Die Japaner stellen mit dem Camry Sedan das derzeit beliebteste Auto der USA her.

Toyota besitzt eine Ausnahmestellung in der gesamten Automobilindustrie. Kein anderes Unternehmen hat so hohe Wachstumsraten und produziert gleichzeitig so kostengünstig. Rund um den Globus entstehen neue Toyota-Werke, und im Unterschied zu den meisten Konkurrenten gehen den Toyota-Ingenieuren die Ideen für neue Modelle nicht aus. 2007 wird die Toyota-Produktion im Ausland erstmals größer sein als die in Japan.

Die guten Verkäufe schlagen sich auch im Gewinn nieder. Nach früheren Angaben erwartet Toyota für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr 2006/2007 das fünfte Mal in Folge einen Rekord. Das japanische Wirtschaftsblatt „Nikkei“ nennt unter Berufung auf Kreise einen operativen Gewinnsprung von 20 Prozent. Wie die Zeitung berichtete, dürfte das Betriebsergebnis des Autobauers in dem im März abgelaufenen Jahr rund 14 Mrd. Euro (2,25 Billionen Yen) betragen. Der Konzernumsatz stieg demnach um etwa 10 Prozent auf rund 148,6 Mrd. Euro (24 Billionen Yen). Der Autobauer legt seine Zahlen offiziell am 9. Mai vor.

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