Verlust in Höhe von 1,95 Dollar pro Aktie
General Motors mit Milliardenverlust

Der weltgrößte Autohersteller General Motors hat im ersten Vierteljahr 2005 den höchsten Quartalsverlust seit 13 Jahren eingefahren.

HB DETROIT. Wie der Opel-Mutterkonzern am Dienstag in Detroit berichtete, sind für die tiefroten Zahlen vor allem steigende Gesundheitsausgaben, Sonderbelastungen sowie der schleppende Absatz einiger neuer GM-Modelle verantwortlich.

Das Minus habe in den ersten drei Monaten 1,1 Milliarden Dollar betragen nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar im Vorjahr, teilte GM am Dienstag mit. Damit verzeichnete das Unternehmen den höchsten Verlust seit 1992, als das Unternehmen kurz vor dem Zusammenbruch stand. Der Umsatz fiel um 4,3 Prozent auf 45,8 Milliarden Dollar.

GM-Chef Richard Wagoner bezeichnete die Ergebnisse von GM Nordamerika als klar enttäuschend. Der Verlust der Kernsparte Automobile lag bei 1,98 Milliarden Dollar. Dabei betrug das Minus in Nordamerika allein 1,56 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr wollte GM keine neue Ergebnisprognose abgeben. Im vergangenen Monat hatte das Unternehmens bereits die Märkte geschockt, als es wegen einer schwachen Nachfrage auf dem nordamerikanischen Heimatmarkt seine Ergebniserwartungen für 2005 um rund 80 Prozent reduzierte hatte. Im vorbörslichen Handel fiel die GM-Aktie um 2,1 Prozent auf 25,65 Dollar.

Der Verlust pro Aktie vor Sonderposten betrug 1,48 Dollar. Damit wurde die eigene Prognose vom März (minus 1,50 Dollar) sowie die Konsensschätzung der Analysten von minus 1,49 Dollar erfüllt. Vor Jahresfrist hatte der Automobilhersteller einen Gewinn von 2,25 Dollar pro Aktie verbucht. Netto ergab sich je Aktie ein Minus von 1,95 Dollar nach einem Plus von 2,12 Dollar im Vorjahr. Im ersten Quartal 2004 waren keine Sonderposten angefallen.

Im Automotive-Bereich ergab sich ein operativer Verlust von 1,3 Mrd. Dollar nach einem Gewinn von 561 Mill. Dollar. Die Ergebnisse der General Motors North America beurteilte CEO Rick Wagoner als "eindeutig enttäuschend".

Hier musste GM einen Verlust von 1,3 Mrd. Dollar hinnehmen nach einem Gewinn von 401 Mill. Dollar. Der Marktanteil von GM in Nordamerika sank auf 25,2% (26,3%). GM Europe (GME) konnte ihre Ergebnis verbessern. In diesem Bereich fuhr der Konzern nur noch einen Fehlbetrag von 103 (116) Mill. Dollar ein.

Den Gesamtabsatz am US-Automobilmarkt sieht der Hersteller im zweiten Quartal bei saisonbereinigt annualisiert rund 17 Mill. Stück und damit wenig verändert gegenüber dem Vorquartal. Eine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr gab der Konzern nicht und begründete dies mit Unsicherheiten bei wichtigen, das Ergebnis beeinflussenden Faktoren, darunter vor allem die Kosten für Gesundheitsvorsorge.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%