Verpackungshersteller
Gerresheimer sieht sich im Aufwind

Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer rechnet im vierten Quartal mit einer Belebung der Nachfrage nach Pharmaverpackungen und einer leichten Erholung im Kosmetikgeschäft. Für das Geschäftsjahr 2009 sei nun von einem leichten Umsatzrückgang zwischen 1,5 und 2,5 Prozent auszugehen, teilten die Düsseldorfer mit.

HB DÜSSELDORF. Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer hat nach einem schwachen Quartal den Ausblick auf das Geschäftsjahr 2009 präzisiert. "Unser Geschäft ist dank unserer Pharmaorientierung und der sehr frühzeitigen Kapazitätsanpassungen und Kostensenkungsmaßnahmen stabil. Wir sehen Anzeichen dafür, dass im dritten Quartal die Talsohle bereits durchschritten wurde", sagte Konzernchef Axel Herberg am Donnerstag laut Mitteilung.

Im vierten Quartal sei mit einer Belebung der Nachfrage nach Pharmaverpackungen und einer leichten Erholung im Kosmetikgeschäft zu rechnen. Das organische Wachstum im vierten Quartal werde aber durch den schwachen Dollarkurs kompensiert.

Für das Geschäftsjahr 2009 sei nun von einem leichten Umsatzrückgang zwischen 1,5 und 2,5 Prozent auszugehen. Im Juli hatte Gerresheimer den Umsatzausblick auf bestenfalls plus ein Prozent und schlimmstenfalls minus drei Prozent gesenkt. Die bereinigte Ebitda-Marge dürfte im Geschäftsjahr 18,5 (18,0 bis 18,5) Prozent betragen, nach 19,5 Prozent 2008. Durch die eingeleiteten Kostensenkungen sei davon auszugehen, dass das operative Ergebnis weiter auf hohem Niveau bleibe, hieß es.

Im dritten Quartal sank das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kräftig um 16,5 Prozent auf 42 Mio. Euro. Der Umsatz ging um 9,5 Prozent auf 242,6 Mio. Euro zurück. Ohne das verkaufte Geschäft mit technischen Kunststoffen lag der Rückgang bei 5,3 Prozent. Gründe für den Rückgang seien die schwache Nachfrage bei Kosmetik und Laborglas.

Im zentralen Pharmamarkt sei die langfristige Nachfrage weiterhin stabil, allerdings hätten einige Kunden ihre Lagerbestände weiter abgebaut. Der bereinigte Gewinn sank den Angaben zufolge auf 7,9 (Vorjahreszeitraum 16,5) Mio. Euro. Unbereinigtergab sich ein Anstieg auf minus 4,0 (minus 22,8) Mio. Euro. Analysten hatten durch die Bank etwas höhere Werte erwartet.

Die Gerresheimer-Aktien standen vorbörslich leicht unter Druck. Marktteilnehmer bezeichneten das Quartalsergebnis in ersten Einschätzungen als wenig beeindruckend. Leicht positiv seien der nun etwas konkretere Ausblick und die Aussage, dass die Talsohle durchschritten sei. "Insgesamt sind die Zahlen aber ein "Non-Event' und ich kann keinen klaren Impuls nach oben oder unten ausmachen", sagte ein Händler.

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