Versorger
EnBW beweist Stabilität

Wie ein Feld in der baden-würtembergischen Brandung steht EnBW da: Die Zahlen für das erste Quartal fielen sicherlich nicht atemberaubend aus. Aber der Versorger beweist Stabilität in schwieriger Lage.

HB KARLSRUHE. Licht und Schatten bei der EnBW: Zwar musste der drittgrößte deutsche Stromkonzern unter anderem wegen der Krise in der Autoindustrie heftige Einbußen hinnehmen; im ersten Quartal ging der Stromabsatz an Industriekunden und Weiterverteiler um 13,5 Prozent auf 13,5 Mrd. Kilowattstunden zurück. Dieser Absatzrückgang belastet das Quartals-Ergebnis mit rund 50 Mio. Euro.

Durch den kalten und langen Winter wurde aber mehr Gas verkauft. Dies wirkte sich vor allem auf den Konzern-Umsatz aus, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,6 Prozent auf 4,79 Mrd. Euro stieg. Insgesamt sei die EnBW stabil ins neue Geschäftsjahr gestartet, hieß es. Konzernchef Hans-Peter Villis bekräftigte erneut seinen Wachstumskurs.

Der um außerordentliche Effekte bereinigte Konzernüberschuss stieg im ersten Quartal um 6,5 Prozent auf 425 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT - also das operative Ergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis und Beteiligungsergebnis - verbesserte sich um acht Prozent auf 697 Mio. Euro.

Die EnBW will bis 2011 rund 7,7 Mrd. Euro investieren. Allein im ersten Quartal stiegen die Investitionen mit 231 Mio. Euro um knapp 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein Großteil entfiel auf das neue Steinkohlekraftwerk in Karlsruhe, das Wasserkraftwerk in Rheinfelden (Kreis Lörrach) und auf die ersten Zahlungen für Offshore-Windparks in der Ostsee. „Wachstumsinvestitionen sind auch und gerade in der gegenwärtig schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage sinnvoll“, sagte Villis.

Unter anderem mit dem angestrebten Kauf von 26 Prozent am norddeutschen Versorger EWE will die EnBW ihr Gasgeschäft deutlich ausbauen. Im ersten Quartal erhöhte sich der Umsatz in diesem Geschäftsfeld um 35,3 Prozent auf 1,21 Mrd. Euro.

Die EnBW hatte 2008 einen Umsatz von 16,3 Mrd. Euro (knapp elf Prozent mehr als im Vorjahr). Gesenkte Netznutzungsentgelte durch die Bundesnetzagentur und Verluste aus Finanzanlagen in Höhe von rund sechs Prozent drückten allerdings den Gewinn. Der Konzernüberschuss sank um 36 Prozent auf 872 Mio. Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 15 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro.

Größte EnBW-Aktionäre sind der französische Stromkonzern Electricité de France (EdF) und der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) mit jeweils 45,01 Prozent.

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