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Gazprom sieht Europa als größten Kunden

Die russischen Energiekonzerne Rosneft und Gazprom sehen weiter Europa als Hauptabnehmer von russischem Gas und Öl an, Rosneft will seine Lieferungen nach Europa bis 2030 sogar ausbauen. Gazprom-Chef Alexej Miller sieht keine Konkurrenz der Absatzmärkte zwischen Europa und Asien.

MOSKAU. Europa soll auch in Zukunft der Hauptabnehmer von russischem Gas und Öl bleiben. Das haben die Chefs der russischen Energiekonzerne Gazprom und Rosneft, Alexei Miller und Sergej Bogdantschikow, bei einem gemeinsamen Auftritt in Moskau betont. Sie widersprachen damit erneut aufkommenden Ängsten, Russland könnte seine Ressourcen künftig vor allem den asiatischen Volkswirtschaften zur Verfügung stellen.

Russlands Premierminister Wladimir Putin hatte vor wenigen Tagen wieder angekündigt, das östliche und westliche Pipelinenetz verbinden zu wollen, damit Russland Gas und Öl in beide Richtungen verkaufen könne.

Aus Sicht der Unternehmen sei das keine politische, sondern eher eine technische Frage. "Angesichts der Größe des Landes ist es faktisch unmöglich, die Rohstoffe aus Westsibirien in den Fernen Osten zu transportieren", betonte Bogdantschikow. Rosneft, der größte Ölkonzern des Landes, plane im übrigen, seine Lieferungen nach Europa bis 2030 noch auszubauen. Derzeit erhöht Russland entgegen der Absprachen mit der Opec seine Ölproduktion, in dem es für die Fördergesellschaften steuerliche Erleichterungen gewährt. Die heimische Produktion stieg jetzt auf ein Hoch, vor allem weil Rosneft die Förderung eines neuen großen Feld gestartet hatte.

"Europa wird der Markt Nummer eins bleiben", sagte auch Gazprom-Chef Miller. Die Ressourcen im Westen und Osten des Landes würden nicht miteinander konkurrieren. Zugleich versicherte er westlichen Verbrauchern erneut, dass Gazprom alle seine Verpflichtungen einhalten werde.

Die Gefahr eines neuen Gasstreites mit der Ukraine spielte Miller herunter: "Derzeit könnten die Beziehungen nicht besser sein." Die ukrainischen Partner erfüllten alle Verpflichtungen hinsichtlich der Bezahlung und Durchleitung des Gases. Zum Jahreswechsel hatte ein Preisstreit zwischen Russland und der Ukraine zu erheblichen Lieferausfällen nach Westeuropa geführt und einen hohen wirtschaftlichen Schaden angerichtet.

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