Verteidigung der Spitzenposition
Europas Chemiebranche sieht aufziehenden Wettbewerbsdruck

Europas Chemieindustrie will ihre weltweite Spitzenposition gegen die aufstrebende Konkurrenz aus Schwellenländern wie China verteidigen.

HB FRANKFURT. „An der Spitzenstellung Europas wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Wilfried Sahm, der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe). Europa sei nach wie vor der mit Abstand weltgrößte Chemieproduzent weltweit. Die Stärke der europäischen Chemiebranche liege in ihrer Innovationskraft, ergänzte er. Neue Prozesse, Geschäftsfelder und Produkte ersetzten die Geschäfte, die in andere Regionen abwanderten, wie beispielsweise Teile der Feinchemie oder Petrochemie.

Allerdings müssten die Rahmenbedingungen im Bereich der Klimaschutz- und Energiepolitik künftig günstiger gestaltet werden, warnte Sahm. Dies gelte vor allem für die Chemieindustrie in Deutschland. Im arabischen Raum entstehe gerade ein großer Wettbewerbsdruck. Dort würden Kapazitäten für die Herstellung von Basischemikalien geplant und bereits gebaut, „die den bestehenden Kapazitäten von Gesamteuropa entsprechen.“ Mittelfristig würden diese zunächst für den asiatischen Markt bestimmten Aktivitäten auch in „ernsthaften Wettbewerb zur europäischen Chemie treten“, erläuterte Sahm.

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