Vetorecht angedacht
Bundesregierung liebügelt mit „Goldener Aktie“ bei EADS

Bei der anstehenden Reform des EADS-Aktionärspakts wird nach Angaben der Bundesregierung auch über die Einführung eines staatlichen Vetorechts ("Goldene Aktie") beraten.

dpa-afx BERLIN. Es würden verschiedene Instrumente erörtert, wie die strategischen Interessen des Unternehmens optimal geschützt werden könnten, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Dienstag in Berlin.

Zu diesen Möglichkeiten gehöre auch das Thema einer "Goldenen Aktie". Es gebe aber noch keine Präferenz und kein Einvernehmen über mögliche Maßnahmen. Darüber würden in den nächsten Monaten Fachleute in einer Arbeitsgruppe beraten, sagte Wilhelm.

Eine "Goldene Aktie" mit Vetorecht für Deutschland und Frankreich könnte als sicherheitspolitische Garantie dienen. Bereits am Montag war am Rande des deutsch-französischen EADS-Gipfels in Toulouse über diese Art der Vorzugsaktien spekuliert worden.

Der diskutierte Aktionärspakt bei der Airbus-Mutter EADS sichert im Kern einen Ausgleich zwischen deutschen und französischen Interessen. Der französische Staat hält direkt 15 Prozent an dem europäischen Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen EADS, während der deutsche Staat keine Anteile hält. Daimler-Chrysler ist noch mit 15,0 Prozent an EADS beteiligt, 7,5 Prozent gingen ohne Stimmrecht an ein überwiegend deutsches Konsortium aus Bundesländern und Banken. Einschließlich des Anteils der Lagardère-Gruppe hält die französische Seite 22,5 Prozent.

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