Viertel der Anteile plus X
Daimler erreicht Sperrminorität bei Tognum

Ziel erreicht: Der Autobauer Daimler hat seine Beteiligung am Friedrichshafener Dieselmotorenhersteller Tognum aufgestockt und hält mittlerweile ein Viertel der Anteile. Damit verfügen die Stuttgarter über eine Sperrminorität.

HB STUTTGART/FRIEDRICHSHAFEN. Der Stimmrechtsanteil von Daimler habe am 23. Juli die Schwelle von 25 Prozent knapp überschritten, teilte Tognum in Friedrichshafen mit. Das Unternehmen ist aus der früheren MTU Friedrichshafen hervorgegangen.

Daimler hatte im Frühjahr eine Kehrtwende vollzogen und war zweieinhalb Jahre nach dem Verkauf von MTU Friedrichshafen wieder mit 22,3 Prozent bei dem Konzern eingestiegen. Verkäufer des 585 Millionen Euro teuren Aktienpakets war der schwedische Finanzinvestor EQT, der Tognum zwischenzeitlich an die Börse gebracht hatte. Daimler liefert Motoren an Tognum und bezieht Gelenkwellen. Ziel der Beteiligung an Tognum war das Erreichen einer Sperrminorität 25 Prozent plus eine Aktie.

Ende Juni hatte Daimler die kartellrechtliche Freigabe zum Einstieg bei Tognum erhalten. Die einstige DaimlerChrysler AG hatte MTU Friedrichshafen, die heutige Tognum AG, 2005 für rund 1,6 Mrd. Euro an EQT verkauft. Später wurde das Unternehmen in Tognum umbenannt. Unter Berücksichtigung der Liquidität sowie von Schulden und Pensionsverpflichtungen waren damals rund 1,1 Mrd. Euro an Daimler geflossen.

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