Volkswagen-Tochter
Scania beendet 2013 mit sattem Verkaufsplus

Ab diesem Jahr gelten schärfere Abgasnormen für Lastwagen - wodurch sie deutlich teurer werden. Viele Käufer haben daher im Jahr 2013 kräftig zugeschlagen. Lkw-Hersteller Scania sahnte ab, enttäuschte aber insgesamt.
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SödertäljeEine Umstellung auf schärfere Abgasnormen für Lastwagen hat der Volkswagen-Tochter Scania zum Jahresende ein sattes Verkaufsplus beschert. Unter dem Strich enttäuschte der Lkw-Bauer aber. Der operative Gewinn der Schweden stieg im vierten Quartal zwar um 16 Prozent auf 2,5 Milliarden Kronen (285 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten aber deutlich höhere Zahlen auf dem Zettel. Auch die vorgeschlagene Dividende von vier Kronen und der Überschuss von knapp zwei Milliarden Kronen lagen unter den Erwartungen.

Das europäische Verkaufsplus von 38 Prozent zwischen Oktober und Dezember ist außerdem teuer erkauft: Schon zum Jahresende gingen die Aufträge für neue Fahrzeuge um ein Fünftel zurück, im laufenden ersten Quartal muss Scania die Produktion kappen und 300 Leiharbeiterstellen streichen. Die Vorzieheffekte durch die neue Abgasnorm dürften das ganze erste Halbjahr belasten, schrieb Scania-Chef Martin Lundstedt.

Seit dem 1. Januar müssen neu zugelassene Lastwagen in der EU die umweltfreundlichere Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Weil Lkw dadurch teurer werden und es etwa bei der Autobahnmaut in Deutschland keinen Rabatt für diese Fahrzeuge gibt, griffen die Spediteure vor dem Jahreswechsel massenhaft bei den günstigeren Euro-5-Wagen zu und stellten den Markt damit völlig auf den Kopf: Alleine im Dezember legten die Neuzulassungen schwerer Lastwagen über 16 Tonnen nach Zahlen des Branchenverbands Acea vom Mittwoch um 135,9 Prozent zu.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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