Volkswagen und der Zulieferer-Streit
Der Aufstand

PremiumEin kleiner Zulieferer bietet dem VW-Konzern die Stirn: Teile der Autoproduktion liegen lahm, Zehntausende Mitarbeiter sind von Kurzarbeit betroffen. Der Machtkampf könnte auch andere Zulieferer motivieren, härter gegen den Autokonzern aufzutreten.

München/Düsseldorf/WolfsburgEs muss schon viel passieren, damit sich die Bundesregierung in Verhandlungen zwischen zwei Unternehmen einschaltet. Bei Volkswagen ist dieser Fall nun eingetreten. „Es geht um Tausende Arbeitsplätze, die von Kurzarbeit betroffen sein könnten, und da gibt es natürlich eine hohe Verantwortung, diese Probleme so konstruktiv wie möglich anzugehen“, sagte ein Sprecher von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Grund für die Ermahnung aus Berlin ist der Streit zwischen VW und dem Zulieferer Prevent. Weil der Autokonzern die Entwicklungs- und Lieferverträge gekündigt hat, hat Prevent die Lieferung von Sitz‧bezügen und Getriebeteilen eingestellt. Fast 28 000 VW-Beschäftigte sind nun von Kurzarbeit betroffen.

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