Volkswagen
VW darf Anteile an FAW erhöhen

Volkswagen darf sein Engagement beim chinesischen Gemeinschaftsunternehmen FAW-Volkswagen ausbauen. Die chinesische Regierung hat zugestimmt. Pikant: FAW steht seit Monaten im Fokus wegen des Verdachts auf Korruption.
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HamburgVolkswagen kommt einer höheren Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen FAW in China näher. „Die chinesische Regierung hat einer möglichen Erhöhung der Anteile grundsätzlich zugestimmt“, erklärte eine Sprecherin von VW am Donnerstag. Gutachter seien mit der Bewertung des Unternehmens beauftragt worden. „Dieser Prozess sowie die Verhandlungen werden sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“

VW verhandelt schon seit langem mit dem Autobauer FAW, um einen höheren Anteil an dem hochprofitablen Geschäft in der Volksrepublik zu bekommen. Im Herbst waren die Verhandlungen mit der Regierung dort ins Stocken geraten.

Warum die Gespräche zuletzt wieder Fahrt aufgenommen haben, war unklar. Die staatliche FAW-Gruppe hatte vor einigen Wochen im Fadenkreuz von Korruptionsermittlungen gestanden. Ein ehemaliger Vertriebsmanager wurde für schuldig gesprochen, Bestechungsgeld in Millionenhöhe entgegengenommen zu haben.

VW hält 40 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen mit FAW und arbeitet in einem weiteren Joint Venture mit dem größten chinesischen Autobauer SAIC zusammen. Bei Letzterem teilen sich beide Partner die Anteile. VW lieferte im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Fahrzeuge an Kunden in China, mehr als ein Drittel des Gesamtabsatzes des Wolfsburger Konzerns. Der auf VW entfallende anteilige Betriebsgewinn der Gemeinschaftsunternehmen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Westliche Automobilunternehmen sind in der Volksrepublik zur Kooperation mit staatlichen Konzernen gezwungen. Die Regierung erhofft sich davon, dass die eigene Industrie vom technologischen Vorsprung der ausländischen Partner profitiert. Der Erfolg hält sich jedoch in Grenzen. Chinesische Hersteller spielen auf ihrem Heimatmarkt immer noch eine untergeordnete Rolle.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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