VW-Abgasskandal
Die Stunde der Aufklärer

PremiumVorstand und Aufsichtsrat von VW hätten längst für Klarheit im Dieselskandal sorgen können, taten sie aber nicht. Die Verantwortlichen sollten endlich ihre Schuld eingestehen – auch wenn es schwerfällt. Eine Analyse.

DüsseldorfIn der Führungsetage von Volkswagen wird über eine Personalie gerungen, die einen Einblick in die Gemütsverfassung des Konzerns erlaubt. Es geht um Audi-Chef Rupert Stadler. Der 53-Jährige ist seit 13 Jahren im Vorstand von Audi, sechs davon auch im obersten Führungsgremium der Muttergesellschaft VW. Stadler ist zugleich eng mit der Eigentümerfamilie Piëch/Porsche verbandelt, er verwaltet als Vorstand einer Stiftung sogar Anteile für diese. Stadler ist damit Teil des Establishments und einer der mächtigsten Manager im Unternehmen. Vielleicht ist er sogar noch mächtiger als VW-Chef Matthias Müller. Nun aber wackelt Stadler.

In der vergangenen Woche musste erst sein...

 
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