VW, BMW, Daimler & Co.
Berlin geht auf Distanz zur Autoindustrie

PremiumDie Abgasaffäre wird in mehrfacher Hinsicht teuer für die Autokonzerne: Sie droht, das Verhältnis zwischen Bundesregierung und der Branche zu belasten. Die Erfolge jahrelanger Lobbyarbeit stehen auf dem Spiel.

München/Berlin/FrankfurtWenn am Dienstag die Spitzen der deutschen Autoindustrie am Kanzleramt vorfahren, wird ein kalter Wind wehen. Auch in der Regierungszentrale selbst dürfte es eher kühl zugehen. Erneut werden BMW-Chef Harald Krüger, VW-Chef Matthias Müller und Daimler-Boss Dieter Zetsche für Kaufzuschüsse für Elektroautos werben. Doch trotz der wiederholten Bittgänge bleibt die Regierung bislang eisig. „Je mehr gemauschelt wird“, sagt Michael Fuchs, stellvertretender Chef der Unionsfraktion, „desto geringer ist die politische Bereitschaft, der Automobilindustrie zu helfen.“ Von der Subvention für E-Autos hält der CDU-Politiker nichts. „Wenn Elektroautos schwer verkäuflich sind, muss die Industrie sie eben billiger anbieten“, sagt Fuchs...

 
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