VW-Führung
Winterkorn will und darf offenbar weitermachen

VW-Chef Martin Winterkorn, dessen Vertrag Ende 2011 ausläuft, will weiter im Chefsessel des Autokonzerns bleiben. Laut Medienberichten soll sein Vertrag um mindestens vier Jahre verlängert werden. Die Unterstützung des mächtigen Chefkontrolleurs Ferdinand Piëch sowie der Arbeitnehmervertreter hat der 63-Jährige sicher.
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HB WOLFSBURG. VW-Chef Martin Winterkorn soll den Autokonzern länger führen als bislang bekannt. Wie das Magazin "Focus" unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtete, soll Winterkorns Vertrag, der Ende 2011 ausläuft, um mindestens vier Jahre verlängert werden. Bisher hatten Konzernkenner mit einer Vertragsverlängerung um drei Jahre gerechnet. Die Entscheidung werde der Aufsichtsrat von Volkswagen im November oder spätestens im Februar 2011 treffen.

Der 63-jährige Winterkorn ist seit Anfang 2007 VW-Chef und leitete zuvor die Tochter Audi. Er gilt als enger Vertrauter des mächtigen VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch. Laut "Focus" unterstützt der Chef-Kontrolleur die Vertragsverlängerung ebenso wie die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte sich bereits dafür ausgesprochen, dass Winterkorn noch länger den Konzern führt

Winterkorn selbst sagte dem "Spiegel", er wolle länger an der VW - Spitze bleiben. "Es macht mir Spaß, ich fühle mich fit und wäre deshalb nicht abgeneigt, weiterzuarbeiten, wenn der Aufsichtsrat das wünscht." Es gebe im Konzern viele Themen, bei denen Kontinuität an der Spitze hilfreich sei.

Der VW-Konzern hat ehrgeizige Pläne: Bis 2018 wollen die Wolfsburger Toyota als weltgrößten Autobauer ablösen. Bislang ist VW Nummer drei nach Toyota und General Motors.

Winterkorn sagte, Toyota abzulösen sei ein "Kraftakt". Er verwies auf neue VW-Fabriken in China, den USA und Indien, die geplante massive Absatzsteigerung, den Ausbau der Zusammenarbeit mit dem japanischen Autobauer Suzuki und die Integration von Porsche in den Konzern. "Das sind alles keine Selbstläufer. Wir sind uns bewusst, wie ambitioniert unsere Ziele sind."

Bei Porsche sieht Winterkorn Versäumnisse. Bei manchen Themen spüre man, dass dort während der Übernahmeschlacht mit VW "eher Finanzthemen im Zentrum des Interesses standen als das Produkt, das Auto". Winterkorn kündigte ein zusätzliches Porsche-Modell an - einen neuen Geländewagen, "ein kleiner Bruder des Cayenne, der Cajun heißen könnte".

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