VW-Luxustochter
Bentley will Absatz bis 2018 verdoppeln

Volkswagens englische Luxustochter will in sechs Jahren 15.000 Fahrzeuge verkaufen. Geringere Kosten machen Bentleys Geschäft krisenfester. Zum Erfolg soll auch ein neuer Geländewagen beitragen.
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CreweDer neue Vorstandschef von Bentley, Wolfgang Schreiber, hat große Pläne für die britische Luxustochter des VW-Konzerns. „Bentley hat vier klare Ziele: Wachstum, zufriedene Kunden und Mitarbeiter sowie 21 Prozent Kapitalrendite bis 2018“, sagte Schreiber dem Handelsblatt. „Wir sind gut, können aber in allem besser werden.“

Die Absatzdelle der Jahre 2009 und 2010 – eine Folge der Finanzkrise, als wenigen der Sinn nach Luxus stand – ist fast ausgebügelt. „In diesem Jahr wachsen wir zweistellig, werden gut 8000 Fahrzeuge verkaufen“, sagte der Manager, der Bentley seit September führt. Und so soll es weitergehen. „Unsere Flotte ist jung und wir werden 2013 neue, attraktive Produkte auf den Markt bringen. Das führt zu Wachstum, auch wenn es wirtschaftlich nicht überall in der Welt rund läuft“, so Schreiber.

Als Marktführer in der automobilen Spitzenklasse profitiert die britische VW-Tochter vom Wachstum des Luxussegments. Aber das reicht Schreiber nicht, er will den Absatz im Vergleich zu 2011 verdoppeln, auf 15.000 Autos bis 2018. Dabei setzt er auf weitere Ableger der Baureihe Continental, mit der VW die Marke im Jahr 2002 wiederbelebte. Die Continental-Reihe steht inklusive der Limousine Flying Spur für 90 Prozent des Absatzes.

Der Erfolg des Continental ist zugleich ein Problem: „Bentley hat ein sehr zyklisches Geschäft“, räumte Schreiber ein. „Steht ein Modellwechsel an, können wir den Rückgang des Volumens bisher kaum abfedern.“ Um das zu ändern, arbeiten seine Entwickler an einem Novum in der 93-jährigen Firmengeschichte: einem Geländewagen, international Sport Utility Vehicle (SUV) genannt – Bentley-typisch voller Edelholz und Leder. Das Auto soll ab 2015 in Preisregionen starten, in denen Range Rover endet, und den Modellzyklus glätten.

Schreibers Vorgänger Wolfgang Dürheimer, jetzt Entwicklungsvorstand bei Audi, hatte es im März als Studie EXP 9 F vorgestellt. Die Meinungen fielen angesichts der riesigen Ausmaße des 600-PS-Riesen geteilt aus. „Seit der Vorstellung im Frühjahr in Genf hat sich das Auto deutlich verändert“, versicherte Schreiber. Auch das Geschäftsmodell sei überzeugend. „Die Profitabilität ist absolut gegeben“, so Schreiber, der mit einem Jahresabsatz von 3500 bis 5000 Einheiten rechnet.

Die Entscheidung der Konzerngremien steht allerdings noch aus. „Aber die Resonanz ist bisher positiv. Es passe perfekt zu Bentley, hören wir oft“, sagte Schreiber. Im Januar könnte Wolfsburg grünes Licht geben, erfuhr das Handelsblatt aus VW-Kreisen.

Trotz aller Zuversicht sichert sich Schreiber ab: „Das Ziel von 15.000 verkauften Autos bis zum Jahr 2018 schaffen wir auch ohne SUV. Aber mit einem solchen Modell ist das leichter zu erreichen.“ Bentley verlässt sich nicht allein auf Zuwachs. „Wir wollen in einer Phase, in der es uns gut geht, die Kosten drücken und das Unternehmen effizienter machen“, sagte Schreiber dem Handelsblatt. „Damit steigern wir die Profitabilität von rund sieben Prozent Ebit-Marge, die wir in den ersten neun Monaten 2012 erreicht haben. Und wir machen uns durch eine niedrigere Profitabilitätsschwelle von wenigen Tausend Fahrzeugen wetterfest.“

 
Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur

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  • Interessant wird es in den USA.
    Dort ist der Preiskampf von einem Herrn M . eröffnet worden.Fiat und Chrysler geben absolut wahnsinnige Konditionen und offerten an die Kunden.Ich glaube nicht das dieser die Antwort ,seiner Mitbewerber,verkraften kann,wenn diese schnell genug reagieren.

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