VW-Mitarbeiter im Glück
50 000 neue Stellen und Erfolgsbeteiligung

Der VW-Personalvorstand rechnet mit 50 000 neuen Stellen. In Deutschland will der Konzern bis Ende 2015 zwischen 5 000 und 6 000 neue Jobs schaffen. Doch zwischen dem Autobauer und der Belegschaft scheint es in der anstehenden Tarifrunde Streit zu geben.
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DÜSSELDORF. Europas größter Autobauer Volkswagen schafft angesichts des Absatzbooms in den nächsten Jahren Tausende neue Stellen in seinem Kerngeschäft. Derzeit beschäftigt VW weltweit 400 000 Mitarbeiter. „Mit dem weiteren Wachstum in vielen Märkten könnten es mittelfristig 450 000 werden. In den nächsten fünf Jahren müssen wir zudem 60 000 Mitarbeiter ersetzen. Das ist eine Riesenaufgabe“, sagte Volkswagens Personalvorstand Horst Neumann dem Handelsblatt.

Der Autokonzern will in diesem Jahr erstmals sieben Millionen Fahrzeuge absetzen. Bis spätestens 2018 sollen es zehn Millionen sein. Vom Personalaufbau profitieren neben China und den USA vor allem die deutschen Standorte. „Bis Ende 2015 werden 5 000 bis 6 000 neue Arbeitsplätze in Deutschland hinzukommen, wenn die Konjunktur mitzieht und wir unsere Wettbewerbsfähigkeit wie geplant entwickeln“, kündigte Neumann an.

Viele von VW beschäftigte Leiharbeiter dürfen sich Hoffnung auf einen festen Job machen. In den Diensten von VW stehen derzeit weltweit über 20 000 Leiharbeiter, davon 6 000 in Deutschland. „Das sind mehr, als wünschenswert ist. Vor kurzem haben wir 400 Leiharbeiter in die Stammbelegschaft übernommen. Wir haben dem Betriebsrat zugesagt, Anfang 2011 mit Blick auf die absehbare Konjunkturentwicklung die nächste größere Gruppe fest einzustellen“, sagte der VW-Personalvorstand dem Handelsblatt.

Erfolgsbeteiligung statt üppiger Tarifsteigerung

Zwischen dem Autobauer und den Vertretern der Arbeitnehmerseite kündigen sich Differenzen in der anstehenden Tarifrunde an. Am Montag beschließt die 120-köpfige Tarifkommission der IG Metall ihre Forderung nach Entgeltsteigerungen für die gut 100 000 Beschäftigten der Volkswagen AG und der VW-Finanzsparte. Die IG Metall verlangt einen Zuwachs zwischen vier und sechs Prozent. VW verfügt über einen eigenen Haustarifvertrag.

Volkswagens Personalvorstand Horst Neumann lehnt ein Plus in dieser Größenordnung als pauschale Lösung ab und will stattdessen die im Flächentarifvertrag vorgesehene Erhöhung von 2,7 Prozent als Boden einziehen. Dazu kommt eine bereits vereinbarte Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens. „Im Mai 2011 werden wir gemäß unserem Haustarifvertrag das Ergebnis des Jahres 2010 verteilen“, sagte Neumann dem Handelsblatt (Montagausgabe). „Zehn Prozent gehen an die Mitarbeiter. Im Gesamtpaket inklusive Erfolgsbeteiligung könnte so durchaus eine höhere Zahl als die 2,7 herauskommen.“

Seit 2006 schüttet das Unternehmen auf Basis des Haustarifvertrags zehn Prozent des Ergebnisses an die Mitarbeiter aus. „2011 kommt das Instrument angesichts unserer wirtschaftlichen Entwicklung wieder in Fahrt. Jeder wird dann an seinem Portemonnaie sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wenn die Ergebnisse auch in den nächsten Jahren stimmen, dann sollte das der Mannschaft ordentliche Einmalzahlungen bringen“, sagte Neumann dem Handelsblatt.

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  • 50000 neue Stellen?
    Wo sollen die denn entstehen? in China?
    Andere Studien gehen davon aus das zukünftig 10 Prozent weniger als heute in den Werken gebraucht werden.
    Wird hier wieder die Mär des "Fachkräftemangels" weitererzählt mit dem Ziel billigere Arbeiter anheuern zu können?
    Dann sollte Herr Piech ganz schnell alle 6000!!! Zeitarbeiter einstellen oder übermorgen gibt es keine billigen Arbeiter mehr.

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