VW-Premiumtochter
Auch Audi gelingt ein Rekordjahr

2011 war für Audi das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte. Die Ingolstädter konnten 1,3 Millionen Fahrzeuge verkaufen.  Auch 2012 will die Volkswagen-Tochter stärker wachsen als der Gesamtmarkt.
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IngolstadtAudi hat bei den Auslieferungen 2011 so stark zugelegt wie nie zuvor. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr rund 1,3 Millionen Fahrzeuge an die Kunden. Damit ist Audi seinem Zwischenziel von 1,5 Millionen Autos im Jahr 2015 ein gutes Stück näher gekommen. „Wie es im Moment aussieht, werden wir diese Zielmarke auch schon früher passieren“, so Vorstandschef Rupert Stadler. 2011 habe Audi in mehr als 50 Ländern Absatzrekorde geschrieben, selbst in schwierigen Märkten wie Italien und Spanien.

Erstmals ist China der größte Absatzmarkt für die Ingolstädter. Dort verkauften sie Ingolstädter mit rund 313.000 Autos gut ein Drittel mehr als im Vorjahr. Weit über 90 Prozent der in China verkauften Fahrzeuge gehe inzwischen an Privatkunden, so Audi. Nur ein kleiner Teil gehe demnach an Behörden oder staatlich kontrollierte Unternehmen. In Deutschland konnte Audi um 25.000 Fahrzeuge zulegen, im Gesamtjahr waren es rund 254.000 Autos. Auf Rang drei liegen die USA, wo Audi rund 118.00 Wagen absetzen konnte.

Doch wie bereits vor einem Jahr, blickte Stadler bei der Bilanzvorlage ein wenig skeptisch auf die kommenden Monate. „Beim Blick in die Zukunft kann hingegen von eitel Sonnenschein längst nicht die Rede sein“, sagte der Manager.

Vor allem die trüberen Aussichten für die Konjunktur machen dem Audi-Boss Sorgen. Der Wind dürfte der Wirtschaft in diesem Jahr rauer entgegenwehen. Dennoch will Stadler 2012 auf dem weltweiten Automarkt zulegen, dem Experten insgesamt ein Plus von etwa vier Prozent vorhersagen. „Wir haben uns ein klares Ziel gesetzt: Audi will 2012 stärker wachsen als der Gesamtmarkt.“ Vor allem in China und in den USA erhofft sich der Manager erneut zweistellige Zuwachsraten. Im Reich der Mitte wird die Produktionskapazität ausgebaut. 2013 nimmt das neue Werk im südchinesischen Foshan den Betrieb auf.

In den kommenden vier Jahren will der Konzern rund 13 Milliarden Euro investieren. Davon profitiert vor allem das Werk im ungarischen Györ, das zu einem vollständigen Fahrzeugwerk ausgebaut wird. Hier soll dann ab 2013 unter anderem die neue A3-Baureihe gefertigt werden. In die deutschen Strandorte Neckarsulm und den Stammsitz in Ingolstadt sollen rund 8 Milliarden Euro fließen, größtenteils für Forschung und Entwicklung.

Die Lage in Europa ist aber nicht einfach. Auf dem Heimatkontinent rechnet Stadler dennoch mit einem leichten Absatzplus. „Auch wenn sich die Gesamtmärkte in einigen Ländern extrem schwierig entwicklen werden, sehen wir eine besondere Audi-Konjunktur“, sagte Stadler. Im Januar war Audi nur mit einem schmalen Plus von 0,8 Prozent gestartet, vor allem wegen der Schwäche auf einigen europäischen Märkten. Bereits im Februar habe sich das aber wieder eingependelt. „In den ersten beiden Monaten des Jahres hat Audi mehr als 200.000 Automobile ausgeliefert. Das entspricht einem Plus von acht Prozent.“

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