VW-Tochter rechnet mit zwei bis drei Prozent Absatzplus
Audi will Autofabrik in Südostasien bauen

Die Volkswagen-Tochter Audi erwartet in diesem Jahr einen weltweiten Anstieg ihrer Verkäufe um zwei bis drei Prozent.

HB SINGAPUR. Die VW-Tochter Audi will in den kommenden Monaten ihr erstes Werk in Südostasien bauen. Das kündigte Audi-Marketingchef Ralph Weyler am Donnerstag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters an. Zugleich konkretisierte er das Absatzziel von Audi für dieses Jahr.

Über den Standort des geplanten neuen Werkes in dem schnell wachsenden Automarkt werde im nächsten Monat entschieden, sagte Weyler in Singapur. Unter anderem werde eine Zusammenarbeit mit dem führenden malaysischen Autobauer Proton Holdings erwogen. VW hatte in der vergangenen Woche Gespräche mit Proton über eine Partnerschaft bestätigt, durch die der größte europäische Autobauer in Südostasien Fuß fassen könnte.

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„Es gibt hier Märkte, wo wir nicht so erfolgreich sein können, weil wir keine Produktionsanlagen haben und wir hohe Importzölle zahlen müssen“, erläuterte Weyler: „Wenn man ein Auto nicht vor Ort produziert, ist man im Nachteil, was die Preise angeht.“ Das Freihandelabkommen der zehn südostasiatischen Asean-Staaten macht es erforderlich, dass Malaysia die Importzölle ab dem kommenden Jahr senkt. Vor diesem Hintergrund hat die Regierung den führenden heimischen Autohersteller Proton aufgefordert, sich einen strategischen Partner zu suchen, um nicht auf staatliche Zuschüsse angewiesen zu sein. Audi dominiert den Luxuswagen-Markt in China, wo die VW-Tochter jährlich fast 100 000 Autos herstellt. Allerdings müssen sich die Ingolstädter auf verstärkte Konkurrenz durch die deutschen Wettbewerber BMW und DaimlerChrysler einstellen.

In dem Interview konkretisierte Weyler zugleich die Absatzprognose für den Audi-Konzern. Demnach erwartet er für 2004 bei den Verkäufen einen Zuwachs von zwei bis drei Prozent. Zuletzt hatte das Unternehmen lediglich einen neuen Absatzrekord im laufenden Jahr in Aussicht gestellt.

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