Wachsendes Interesse der Branche an IPOs
Chemie liebäugelt mit Börsengängen

Die Börsenperspektiven für die Chemische Industrie hellen sich auf. Nachdem die Branche in den USA klar von der anziehenden Konjunktur profitiert, erwarten Banken und Branchenkreise dort schon bald vermehrt Börsengänge von Chemieunternehmen.

HB DÜSSELDORF. Der Trend wird in ihren Augen auch nach Europa übergreifen – allerdings mit Verzögerung. Denn die hohe Verschuldung und die flaue Gesamtkonjunktur lassen die Branche hier nur schwer aus den Startlöchern kommen.

„Der IPO-Markt wird sich auch für die Chemie wieder öffnen“, glaubt Bernd Pomrehn, Chemie- Analyst der Zürcher Kantonalbank. Tendenziell werde es, ausgehend von den USA, in den nächsten anderthalb Jahren auch in Europa wieder Chemiekonzerne an der Börse geben. Auch Bernd Gruber, Analyst bei der WestLB, ist optimistisch. „Die IPO-Konjunktur könnte in Europa schon in diesem Jahr wieder anlaufen“, sagt er.

Als Signal gilt dabei der Börsengang der Norsk-Hydro-Düngersparte Yara. Die Verschiebung des Wacker-Siltronic-Börsengangs ist für viele Analysten jedoch ein Hinweis darauf, dass Deutschland ein schwieriges Pflaster bleibt.

Anfang des Jahres waren in den USA erste Anzeichen eines Stimmungsumschwungs bei Investoren aufgetaucht. Der Börsenwert von Chemieunternehmen überholte das Preisniveau, das bei Übernahmen mit Hilfe von Kapitalbeteiligungen erreicht werden konnte. „Der Markt zahlt eine Prämie auf die in Kürze erwartete zyklische Erholung der Chemie“, meldete UBS.

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