Wachstum dank „Star Wars“
Lego hat die Macht auf seiner Seite

Allem technischen Schnick-Schnack zum Trotz: Lego ist noch immer beliebt. Die bunten Bauklötze aus Dänemark bescherten ihrem Hersteller erneut gute Zahlen. Und jetzt gibt es sie sogar in Pink.
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BillundDer Lego-Konzern hat mit seinen Bauklötzen und Figuren aus „Star Wars“, „Harry Potter“ und der neu eingeführten Reihe „Ninjago“ 2011 erneut einen Rekordgewinn erzielt. Aus 3,7 Milliarden Dänischen Kronen Gewinn 2010 wurden im vergangenen Jahr 4,1 Milliarden Kronen (rund 551 Mio Euro). Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 18,7 Milliarden Kronen (rund 2,5 Mrd Euro), wie Lego am Donnerstag in der Konzernzentrale im dänischen Billund mitteilte.

„Das ist ein außerordentlich zufriedenstellendes Ergebnis“, sagte Lego-Chef Jørgen Vig Knudstorp. An die Zuwächse des Vorjahres kam der Bauklotzproduzent aber nicht heran: 2010 war der Umsatz noch um 37 Prozent, der Gewinn sogar um 69 Prozent hochgeschossen. Zum Erfolg verhalf der 1932 in einer Tischlerwerkstatt in Billund gegründeten Firma unter anderem das gute Geschäft mit Lizenzprodukten. Der Umsatz mit Lego-Figuren im Darth-Vader-Look oder mit Harry-Potter-Narbe auf der Stirn habe deutlich über den Erwartungen gelegen, teilte Lego mit.

Zudem habe sich die Serie „Ninjago“ zur erfolgreichsten Lego-Produkteinführung aller Zeiten entwickelt. Das Konzept beinhaltet Konstruktionsspielzeug, Figuren, Fahrzeuge, Sammelkarten und ein Brettspiel und geht über das reine Bauen früherer Tage hinaus. Auch Kinder in China spielen zunehmend mit den bunten Steckklötzen. „Dort haben wir ein hervorragendes Wachstum um 50 Prozent“, sagte Vorstands-Mitglied Mads Nipper.

Das erst Ende 2010 eingeführte Computerspiel Lego Universe erfüllte die Erwartungen dagegen nicht und wurde wieder eingestellt. Für das laufende Geschäftsjahr hält sich Lego-Chef Knudstorp mit optimistischen Prognosen zurück und erwartet lediglich „zufriedenstellende Ergebnisse“. Dabei helfen soll die neue Produktlinie für Mädchen ab fünf Jahren. „Lego Friends“, mit fünf Mädchenfiguren und lila-pinken Bausteinen, ist seit Monatsbeginn im europäischen Handel.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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