Wachstum erwartet
Rohstahlproduktion ist 2005 gesunken

Die deutschen Hüttenwerke haben im abgelaufenen Jahr vier Prozent weniger Rohstahl produziert als im Rekordjahr 2004.

HB WIESBADEN/DÜSSELDORF. Die Rohstahl-Produktion ist 2005 wieder um vier Prozent auf 44,51 Mill. Tonnen zurückgegangen. Die Produktion von Roheisen ging um 3,9 Prozent auf 28,84 Mill. Tonnen zurück, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Bereits für 2006 rechnet die Düsseldorfer Wirtschaftsvereinigung Stahl jedoch wieder mit einem Anstieg der deutschen Stahlproduktion um 1,19 Mill. Tonnen auf 45,7 Mill. Tonnen. Damit werde die Produktion des Jahres 2004 jedoch nicht ganz erreicht, in der mit der Herstellung von 46,3 Mill. Tonnen ein Spitzenwert seit der Wiedervereinigung erzielt worden war.

Hintergrund des Rückgangs im vergangenen Jahr waren nach Angaben des Branchenverbands vor allem Produktionskürzungen als Folge eines Lagerabbaus bei den Stahlkunden. Im laufenden Jahr könnten die deutschen Stahlkocher nun von der wieder anziehenden Konjunktur etwa beim Maschinenbau, dem Schiffbau und der Fertigung von Rohren profitieren.

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