Waffenhersteller
Kein goldenes Jahr für Heckler & Koch

Die Geschäftslage hat sich beim Waffenhersteller Heckler & Koch zuletzt merklich eingetrübt. Eine Unternehmenssprecherin sprach am Dienstag von einem „nicht so goldenen Jahr“. Allerdings wollte sie Spekulationen um mögliche Verluste nicht bestätigen.
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OberndorfHeckler & Koch steht derzeit in der Kritik, weil G36-Gewehre nach Libyen gekommen sind. Während Friedensaktivisten dem Unternehmen einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorwerfen, weist der Waffenhersteller jede Verantwortung zurück.

Die „FTD“ schrieb unter Berufung auf einen internen Unternehmensbericht, das Heckler & Koch von April bis Juni 3,4 Millionen Euro Verlust verbucht habe, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 6,1 Millionen Euro erwirtschaftet worden sei. Der Umsatz sei um 26,5 Prozent auf 36,6 Millionen Euro eingebrochen. Begründet werde das in dem internen Papier mit verzögerten Auslieferungen und Zinsbelastungen für eine Unternehmensanleihe, schrieb die Zeitung. Der Waffenhersteller hatte nach Berichten über Finanzierungsprobleme im Mai eine Anleihe über 295 Millionen Euro mit einem Zinssatz von 9,5 Prozent ausgegeben. Außerdem werde auf „unterbrochene Ausfuhrgenehmigungen“ verwiesen.

Die Unternehmenssprecherin sagte am Dienstag, das Geschäft mit Waffen sei „sehr volatil“ (schwankend). Trotzdem sei Heckler & Koch für das Geschäftsjahr 2011 nach wie vor „sehr zuversichtlich“. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen mit seinen gut 600 Mitarbeitern nach eigenen Angaben 247,2 Millionen Euro Umsatz und 30,4 Millionen Euro Gewinn gemacht.

 

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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