Wall Street war zu optimistisch
Alcoa-Aktie fällt trotz Gewinnsprung

Der US-Aluminiumerzeuger Alcoa hat im zweiten Geschäftsquartal 2004 den Gewinn dank eines starken Aluminium- und Chemikalienabsatzes kräftig gesteigert und einen positiven Ausblick geliefert. Dennoch fiel der Aktienkurs nachbörslich; Analysten hatten einen noch größeren Gewinn erwartet.

HB NEW YORK.. In den drei Monaten sei ein Reingewinn von 404 Millionen Dollar oder 46 Cent je Aktie entstanden, teilte der in Pittsburgh ansässige Konzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Vor einem Jahr hatte Alcoa einen Gewinn von 216 Millionen Dollar oder 26 Cent pro Dividendenpapier ausgewiesen. Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von 48 Cent je Dividendenpapier vorausgesagt. Der Umsatz sei um elf Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar angewachsen, hieß es.

Der Konzern habe in dem Quartal von höheren Preisen profitiert, da der Einsatz von Aluminium, das in zahlreichen Produkten von Autos über den Bau bis hin zur Herstellung von Dosen verwendet wird, weltweit gestiegen sei, teilte Alcoa mit. Auch für die Zukunft zeigte sich Alcoa-Chef Alain Belda optimistisch. „Vorausblickend sehen wir anhaltend günstige fundamentale Voraussetzung in der Erzeugung und beträchtliches Potenzial bei der Verarbeitung in der Luft- und Raumfahrtbranche, Industrieprodukten und den kommerziellen Fahrzeugmärkten, die sich im Zuge des Konjunkturzyklus' von den Tiefstständen erholen“, sagte er.

Der Alcoa-Aktienkurs gab nachbörslich an der Wall Street auf 31,65 Dollar von 32,77 Dollar bei Börsenschluss nach. Analyst Lloyd O'Carroll von BB&T Capital Markets sagte, der Grund dafür sei möglicherweise ein Marktgerücht gewesen, dass Alcoa einen Gewinn von 51 Cent je Aktie verbuchen würde. Anleger hätten daraufhin Alcoa-Aktien gekauft und seien nun enttäuscht.

Victor Lazarovici von BMO Nesbitt Burns sagte dagegen, er sei nicht unzufrieden mit dem Ergebnis. „Die Wall Street war vielleicht zu optimistisch.“ Das Ergebnis von Alcoa sei solide und gut. „Die Umsatzzahlen waren höher als erwartet, und die Ergebnisse im Bereich Aluminum/Chemikalien haben unsere Erwartungen übertroffen.“

Durch den Zusammenschluss des kanadischen Konkurrenten Alcan mit dem französischen Aluminiumkonzern Pechiney im vergangenen Jahr wurde Alcoa als Branchenführer nach Umsatz von der Spitze verdrängt.

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