Warten auf günstige Gelegenheit
Daimler-Chrysler hat keine Eile mit Hyundai-Verkauf

Der Stuttgarter Autokonzern DaimlerChrysler will beim Verkauf der Beteiligung an seinem ehemaligen koreanischen Partner Hyundai Motor auf eine günstige Gelegenheit warten.

HB STUTTGART. „Wir stehen nicht unter Zeitdruck, das 10,5-Prozent-Paket zu verkaufen. Aber wir beobachten natürlich den Markt“, sagte ein DaimlerChrysler-Sprecher am Mittwoch in Stuttgart. In einem südkoreanischen Zeitungsbericht hatte es geheißen, der Verkauf könne bereits in der nächsten Woche über die Bühne gehen. Auch ein Hyundai-Sprecher dämpfte die Erwartungen über einen raschen Verkauf. Er bezeichnete den Bericht als „hoch spekulativ“. „Wenn sie (DaimlerChrysler) wirklich verkaufen, hätten sie den Markt davon nicht im Voraus wissen lassen. Das würde den Kurs nur belasten“, sagte er. Deshalb werde DaimlerChrysler zu einem Zeitpunkt verkaufen, wenn es niemand erwarte.

Hyundai und DaimlerChrysler hatten ihre engen Verbindungen Anfang Mai gekappt, nachdem sich die beiden Unternehmen nicht über eine Zusammenarbeit beim Bau von Nutzfahrzeugen einigen konnten. Der deutsch-amerikanische Konzern kündigte damals an, die Hyundai-Anteile innerhalb einer bestimmten Frist abzustoßen.

DaimlerChrysler-Strategievorstand Rüdiger Grube sagte im Juni, dies werde innerhalb von zwei Jahren geschehen. DaimlerChrysler war 2000 und 2001 in zwei Schritten mit 10,5 % bei Hyundai eingestiegen und hatte dafür 484 Mill. € bezahlt. Inzwischen sind die Hyundai-Aktien annähernd das Doppelte wert.

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