Wegen Klimaschutz
Vattenfall rechnet mit Strompreis-Anstieg

Klimaschutz kostet. Diese allgemeine Weisheit setzt das Energieunternehmen Vattenfall in die Prognose um, dass die Strompreise steigen werden. Grund: Die Technik zur unterirdischen Speicherung von klimaschädlichem Kohlendioxid ist nicht billig.

HB FRANKFURT. Die Technik wird nach Einschätzung des Chefs von Vattenfall Europe, Klaus Rauscher, in etwa 15 Jahren ausgereift sein. „Wir wollen die Kohleverstromung klimaneutral machen“, sagte er der „Berliner Zeitung“ (Samstagausgabe). Sein Unternehmen arbeite an einer Technik, bei der 99 Prozent des in Kohlekraftwerken anfallenden Kohlendioxid abgetrennt, verflüssigt und in unterirdische Lagerstätten gepumpt wird. Für die Stromkunden wird der Einsatz dieser Technik nach Rauschers Angaben allerdings eine Preiserhöhung von rund zehn Prozent nach sich ziehen.

Die Tochter des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall will die Emission von Kohlendioxid, das zum Treibhauseffekt beiträgt, in den kommenden Jahrzehnten deutlich verringern. „Bis 2030 wollen wir 50 Prozent weniger Kohlendioxid produzieren als 1990. 2050 wollen wir dann klimaneutral arbeiten“, sagte Rauscher.

Die Verbraucher werden sich nach Angaben des Chefs des drittgrößten deutschen Stromversorgers auf steigende Preise einstellen müssen. „Die Rohstoffe werden nicht billiger, egal ob das Kohle, Gas oder Öl ist. Zweitens belastet der Staat den Strom immer stärker mit Abgaben“, sagte er der Zeitung.

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