Wegfall der Plan-Abschreibungen
Heidelberg Cement setzt positive Impulse

Deutschlands größter Baustoffhersteller Heidelberg Cement überrascht Analysten mit einem geringeren Verlust im ersten Quartal. Für 2004 erwartet das Unternehmen einen klaren Aufwärtstrend.

HB STUTTGART. Der operative Verlust sei in den ersten drei Monaten auf 33 (Vorjahr: minus 112) Millionen Euro gesunken, teilte der Konzern am Donnerstag in Heidelberg mit. Analysten hatten nur mit einem Rückgang auf 60 Millionen Euro gerechnet.

Der Umsatz stieg vor allem durch die erstmalige Einbeziehung der Tochter Indocement um 10,2 Prozent auf 1,347 Milliarden Euro und übertraf damit knapp die Expertenschätzung. Bei Umsatz und Gewinn zeichne sich die Wende ab, hieß es.

Für das gesamte Jahr stellte Heidelberg Cement eine deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserung in Aussicht. Dazu trügen auch Kostensenkungen bei. 2003 war der operative Gewinn vor allem wegen der drastisch gesunkenen Zementpreise in Deutschland um 22 Prozent auf 393 Millionen Euro geschrumpft. Bisher hatte sich Vorstandschef Hans Bauer nur auf eine Ergebnisverbesserung in unbestimmtem Ausmaß für 2004 festgelegt.

Grund für den deutlich reduzierten Verlust im ersten Quartal war den Angaben zufolge auch der Wegfall der Plan-Abschreibungen auf Firmenwerte nach den neuen internationalen Bilanzstandards (IFRS). Der Fehlbetrag nach Steuern und Anteilen Dritter ging auf 58 (minus 140) Millionen Euro zurück. Der Umsatz wäre ohne Währungseffekte und ohne die Konsolidierung von Indocement noch um 5,3 Prozent gestiegen. Die indonesische Tochtergesellschaft trieb den Zement- und Klinkerabsatz weltweit auf knapp 13 (9,4) Millionen Tonnen.

Der Konsolidierungskurs zum Schuldenabbau solle fortgesetzt werden, teilte der Vorstand mit. Im ersten Quartal seien die Bauchemie-Marken Compakta und Pactan sowie die schwedische SRS Industry verkauft worden. Desinvestitionen und Verkäufe sollen in diesem Jahr insgesamt 250 Millionen Euro in die Kasse bringen und die Milliardenschulden drücken. Ende März lag die Nettoverschuldung bei 4,24 Milliarden Euro.

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