Weihnachtsgeschäft schwach
Villeroy & Boch sieht Tal der Tränen hinter sich

Der Sanitär- und Keramikspezialist Villeroy & Boch ist optimistisch, im kommenden Geschäftsjahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen zu schaffen. Die vollzogenen Restrukturierungen werden sich nach einem schwachen Geschäftsverlauf in diesem Jahr 2004 auszahlen, glaubt Vorstandschef Wendelin von Boch.

HB FRANKFURT. Für 2003 kündigte der Vorstandschef des Mettlacher Traditionskonzerns gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters vor allem wegen negativer Wechselkurseffekte einen Umsatzrückgang an. „Wir hatten in den ersten neun Monaten einen Umsatzrückgang von etwa 3,5 %, und das wird auch auf das Gesamtjahr übertragbar sein“, sagte Wendelin von Boch am Mittwoch.

Das Weihnachtsgeschäft verläuft dem Konzernchef zufolge bislang schleppend und werde wohl schlechter ausfallen als im vergangenen Jahr. „Die Geschäfte sind zwar voll, aber die Leute geben wesentlich weniger aus“, sagte Boch. Wie bereits angekündigt, werde Villeroy & Boch vor allem auf Grund der Restrukturierungen im Gesamtjahr einen Verlust ausweisen (2002: plus 10,3 Mill. €), nachdem für die ersten neun Monate noch ein Reingewinn von gut einer Million Euro zu Buche gestanden hatte. 2004 wolle der Konzern aber in die Gewinnzone zurückkehren, bekräftigte Boch. Auch rechne das Management wieder mit einem leichten Umsatzzuwachs.

Die im SDax notierte Aktie des Unternehmens lag am Vormittag in einem schwächeren Gesamtmarkt 0,14 % im Plus bei 7,25 €.

Boch kündigte zudem an, im ersten Quartal 2004 zwei der sechs Fliesenwerke sowie die französische Handelsorganisation für Fliesen verkaufen zu wollen. Dadurch solle das defizitäre Fliesengeschäft wieder profitabel werden. Angesichts des harten Preiskampfes und des zunehmenden Konkurrenzdrucks aus Fernost werde Villeroy & Boch seine Produktion weiter effizienter machen, sagte Boch. „Eine personalintensive Fertigung können wir uns in Zentraleuropa nicht leisten“, sagte Boch. „Wir müssen entweder automatisieren oder ganz aus Zentraleuropa raus.“ Im Unternehmensbereich „Tischkultur“, zu dem Geschirr, Glas und Küchentextilien gehören, sei die Produktivität bereits um knapp ein Drittel verbessert worden.

Seite 1:

Villeroy & Boch sieht Tal der Tränen hinter sich

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%