Weiter kräftiges Auslandsgeschäft
Deutsche Autoindustrie zeigt Bremsspuren

Der Absatz der deutschen Autoindustrie ist im Sommer zurückgegangen. Zum dritten Mal in Folge wurden auch im August in Deutschland weniger Wagen als im Vorjahresmonat zugelassen. Antriebsmotor für die Branche bleibt das Auslandsgeschäft.

HB FRANKFURT/MAIN. Der Absatz sank um ein Prozent auf 245 000 Autos, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Frankfurt mit. Im Juli hatte das Minus zwei Prozent, im Juni fünf Prozent betragen. Mit Rabattaktionen im Vorfeld der Mehrwertsteuererhöhung und neuen Modellen wollen die Hersteller aber bis Jahresende einen Gang hoch schalten und im Inland etwas mehr Autos verkaufen als 2005.

Der Export legte im August um fünf Prozent auf 238 500 Pkw zu, die Aufträge übertrafen den Vorjahreswert um 29 Prozent. „Die deutschen Hersteller konnten vor allem auf den Überseemärkten ihre Marktanteile deutlich ausbauen“, berichtete der VDA. So wurden binnen Jahresfrist mehr als doppelt so viele Wagen nach Russland und China exportiert. Auch in Amerika, Südafrika und in den neuen EU-Ländern waren Autos „Made in Germany“ stärker gefragt.

Aus dem Inland kamen im August sieben Prozent mehr Bestellungen für deutsche Marken. „Produktneuheiten und Kaufanreize werden immer entscheidender für die Impulse im Markt“, berichtete der Verband. Die hohen Benzinpreise, anstehende Steuererhöhungen und die hohe Arbeitslosigkeit belasteten aber die Kaufbereitschaft der Verbraucher.

Für das Gesamtjahr bleibt die Autoindustrie optimistisch. Beflügelt vom kräftigen Export und der höheren Inlandsnachfrage rechnet der Verband mit 3,4 Mill. Neuzulassungen auf dem deutschen Markt. Das wäre etwas mehr als 2005 mit 3,34 Mill. Wagen. Dieses Ziel ist in Reichweite: In den ersten acht Monaten des Jahres lagen die Neuzulassungen mit 2,25 Mill. ein Prozent über dem Vorjahresergebnis. Produktion und Export sollen 2006 neue Rekordwerte erzielen. Die inländische Produktion übertraf im August das Vorjahresvolumen um sechs Prozent und in den ersten acht Monaten um zwei Prozent.

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