Weltgrößte Stahlnation China nun auch im Interanationalen Eisen- und Stalhinstitut vertreten
Stahlhütten produzieren unter Hochdruck

Die deutsche Stahlindustrie erwartet in diesem Jahr einen Anstieg der Produktion um drei Prozent auf 46,5 Millionen Tonnen. Der Grund: Der weiter angeheizte Boom durch China.

HB ISTANBUL. Nach den vorliegenden Hochrechnungen könne man diesen Wert vermutlich sogar noch etwas übertreffen, sagte der Präsident der deutschen Wirtschaftsvereinigung Stahl, Dieter Ameling, am Rande der Weltstahlkonferenz in Istanbul.

Derzeit produzierten alle deutschen Hüttenwerke unter Hochdruck. Unter den rund 95 000 Beschäftigten der deutschen Stahlindustrie werde es keinen größeren Personalabbau geben. Neueinstellungen oder der Bau neuer Produktionsanlagen auf der grünen Wiese seien aber auch nicht geplant.

Die weltgrößte Stahlnation China ist künftig auch im Internationale Eisen- und Stahlinstitut (IISI) vertreten. Die fünf größten chinesischen Hersteller Baosteel, Anshan, Wuhan, Shougang und Benxi wurden bei der Weltstahltagung in den Verband aufgenommen. Auf die fünf Hersteller entfällt jedoch nur knapp ein Drittel der gesamten chinesischen Stahlproduktion. Mit einer geschätzten Produktion von rund 260 Millionen Tonnen in diesem Jahr wird mehr als jede vierte Tonne der Weltstahlerzeugung in China hergestellt.

Ameling bezeichnete den Beitritt der chinesischen Hersteller als wichtigen Meilenstein. „Wir wissen einfach noch zu wenig über die chinesischen Expansionspläne“, sagte er. Mit gewaltigen Infrastrukturprojekten bereite sich das Land derzeit auf die olympischen Spiele vor. Noch mindestens in den kommenden fünf oder sechs Jahren rechne er mit einem Anhalten des Stahl-Booms in China.

Durch die weltweit in diesem Jahr um 37 Millionen Tonnen auf 1,02 Milliarden Tonnen weiter ansteigende Weltstahlproduktion seien Rohstoffe knapp und teuer geworden. Von den von der Stahlindustrie angekündigten Preissteigerungen seien jedoch weltweit aller Abnehmer gleichermaßen betroffen. „Unsere Unternehmen müssen ihre Preissteigerungen weiterreichen“, sagte Ameling. Einen Dämpfer für die deutsche Konjunktur erwarte er durch die hohen Stahlpreise nicht, sagte Ameling.

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