Weltgrößter Autozulieferer
Bosch stellt in großem Stil neu ein

Der Autozulieferer und Industrieausrüster Bosch wächst rasant. Trotz der Katastrophe in Japan sieht sich Konzernchef Fehrenbach 2011 auf gutem Weg zu einem Rekordumsatz. Die Zahl der Mitarbeiter soll deutlich steigen.
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GerlingenDank der anhaltend hohen Nachfrage aus der Autoindustrie werde der Konzern im 125. Jahr seines Bestehens erstmals die Umsatzmarke von 50 Milliarden Euro übertreffen, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach am Donnerstag in Gerlingen bei Stuttgart. In den ersten drei Monaten des Jahres hätten die Erlöse bereits rund 15 Prozent über dem Niveau des Vorjahres gelegen.

Um die globale Präsenz und die Geschäfte in Zukunftsbranchen wie Elektromobilität und Photovoltaik auszubauen, will Bosch rund 15.000 neue Mitarbeiter einstellen - mehr als die Hälfte davon in Asien. Die Zahl der Beschäftigten werde damit Ende 2011 auf rund 300.000 klettern, kündigte Fehrenbach an. Einstellen will er auch in Osteuropa. In Deutschland sollen 900 neue Stellen entstehen.

"Derzeit erwarten wir, dass die Folgen der Katastrophe in Japan das Wachstum der Weltwirtschaft nur vorübergehend belasten", sagte Fehrenbach, der die Lage damit ähnlich einschätzt wie am Mittwoch Daimler-Chef Dieter Zetsche. Das Erdbeben in Japan hat an den 36 Bosch-Standorten in Japan mit insgesamt rund 8000 Mitarbeitern nur relative geringe Schäden angerichtet. Fehrenbach warnte jedoch, dass es in der Lieferkette zu Engpässen kommen könnte. "Die Produktionsverflechtungen sind vor allem in der Automobilindustrie hoch - auch bei Bosch."

Im vergangenen Jahr steigerte Bosch den Umsatz dank der verstärkten Nachfrage im Zuge der Wirtschaftsaufschwungs um 24 Prozent auf 47,3 Milliarden Euro, womit das Unternehmen schon wieder über dem Vorkrisenniveau lag. Dabei erzielte der Konkurrent von Continental und Denso einen Überschuss von 2,5 Milliarden Euro. 2009 war Bosch wegen der Wirtschaftskrise und dem Einbruch der Automärkte erstmals in der Nachkriegsgeschichte in die roten Zahlen gerutscht und hatte einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro verbucht.

"Wir haben unser Ziel erreicht, gestärkt aus der Krise hervorzugehen", bilanzierte Fehrenbach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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