Weltmarktführer
BHP steckt voller Energie

Was immer aufstrebende Industriestaaten für ihr Wachstum brauchen – BHP Billiton kann es liefern. Das australisch-britische Unternehmen bietet die breiteste Palette an Rohstoffen. Nach der Fusion von BHP mit Billiton International ist der daraus hervorgegangene Riese unantasbar die Nummer eins auf dem Weltmarkt.

LONDON. Eisenerz und Kokskohle für die Stahlproduktion, Kupfer und Nickel für die Elektronikindustrie, Aluminium für Verpackungen und Kunstdünger für die Landwirtschaft. Und nur der australisch-britische Konzern bietet Kohle, Öl, Gas und Uran aus einer Hand und kann so den Energiehunger auf jede gewünschte Weise zu stillen. Kein Wunder, dass das rasante Wachstum in China dem Weltmarktführer der Rohstoffbranche goldene Jahre beschert.

Fünf Jahre nach der Fusion der australischen BHP mit Billiton International ist der daraus entstandene Gigant mit Sitz in Melbourne und London das Modell für die diversifizierten Rohstoffkonzerne, die die Branche heute dominieren. Ihre breite Produktpalette soll eigentlich Schwankungen einzelner Rohstoffpreise gegeneinander auspendeln – doch das ist im Moment gar nicht nötig, weil praktisch alle Preise im historischen Maßstab ungewöhnlich hoch sind. Also rollt der Rubel.

Analyst Daniel Fairclough von Merrill Lynch bezeichnet BHP und den nicht ganz so breit, aber ähnlich international aufgestellten Konkurrenten Rio Tinto als „Blue Chips“ der Branche, gekennzeichnet durch nachhaltige Cash-Flows aus langlebigen Bergwerken mit starkem organischem Wachstum, hohen Renditen und konservativem Finanzgebaren. Darum sieht er auch für beide Aktien noch einiges Potenzial.

Früh glaubte das BHP-Management daran, dass der Nachfrageschub aus China den Rohstoffmarkt auf ein neues Niveau heben würde – und stellte unter Führung des eloquenten Chefs Chip Goodyear die Weichen richtig. Auch heute bleibt der Konzern fest im Lager der Optimisten. „Der Aufholprozess in China wird noch viele Jahre anhalten, und Indien wird folgen“, sagt Mike Salamon, Präsident des Konzerns, dem Handelsblatt. „Wir sind noch immer auf der Aufholjagd, um die gestiegene Nachfrage zu befriedigen.“

Bisher hat BHP vor allem bestehende Bergwerke erweitert, doch der Konzern hat auch eine Serie gigantischer neuer Projekte gestartet. Dazu zählen die Öl- und Gasfelder Atlantis South und Shenzi im Golf von Mexiko, deren Entwicklung zusammen mehr als drei Mrd. Dollar kosten wird, die Kupfermine Spence in Chile für rund eine Mrd. Dollar und die Nickelmine Ravensthorpe in Australien, die mit über 1,3 Mrd. Dollar budgetiert ist. Die Investitionen in Erweiterung, Erhaltung und Exploration hat der Weltmarktführer seit 2003 auf sechs Mrd. Dollar im Jahr verdoppelt. Damit gibt er 2006 fast so viel aus, wie er 2005 verdient hat.

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