Werbewirtschaft
Reklamebann für Tabak kostet Millionen

Die Werbebranche befürchtet empfindliche Einbußen in Millionenhöhe. Grund ist das weitgehenden Verbots von Tabakreklame in Zeitungen, Zeitschriften und Internet sowie bei Sportveranstaltungen mit Fernsehübertragung, das der Bundestag beschlossen hat.

HB BERLIN. Ein Volumen von rund 120 Millionen Euro jährlich falle weg, sagte ein Sprecher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft in Berlin. Dass Budgets auf die noch zulässigen Werbeträger Kino und Plakate umgeschichtet werden, sei eher unwahrscheinlich. Vielmehr könnten Formen direkter Werbung auf Veranstaltungen oder per Post zulegen. Generell drohe sich der Trend zu Werbeverboten auch in weiteren Branchen zu beschleunigen, kritisierte der Sprecher.

Der Bundestag hatte am Donnerstag ein Verbot der Reklame für Tabakerzeugnisse in Zeitungen, Zeitschriften und Internet sowie bei Sportveranstaltungen mit Fernsehübertragung beschlossen. Bereits seit 1974 ist dies für Hörfunk und Fernsehen untersagt.

Hintergrund sind Vorgaben der EU, gegen die noch eine Klage Deutschlands vor dem Europäischen Gerichtshof anhängig ist. Kritik am nun beschlossenen Verbot kam auch von den Verlegerverbänden. Das gesamte Werbevolumen in den deutschen Medien beträgt rund 20 Milliarden Euro jährlich.

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