Werk in Stuttgart-Feuerbach
Bei Bosch stehen Hunderte Arbeitsplätze auf der Kippe

Beim weltgrößten Autozulieferer Robert Bosch drohen Stellenstreichungen. Bis 2009 sollen insgesamt 1 400 Arbeitsplätze gefährdet sein. Bis 2012 könnten laut Betriebsrat sogar noch weitaus mehr Jobs wegfallen.

HB STUTTGART. Betroffen sei das Werk in Feuerbach, in dem Bosch Einspritzsysteme für PKWs und LKWs herstellt, bestätigte Bosch-Sprecher Michael Preuss am Montag einen Vorab-Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstagausgabe).

Der Bosch-Betriebsratschef Werner Neuffer sagte der Zeitung, bis 2012 seien sogar 2 700 Arbeitsplätze gefährdet. „Das ist eine Hochrechnung des Betriebsrates. Wir können heute noch nicht sagen, wie unsere Personalplanung in sieben Jahren aussieht“, sagte Preuss dazu. Kündigungen könne er allerdings nicht ausschließen.

Hintergrund für den drohenden Stellenverlust ist nach Angaben des Unternehmens die Entscheidung des Automobilkonzerns Volkswagen, bis 2012 die modernere Common Rail-Einspritztechnologie in seinen Motoren einzusetzen, und nicht die von Bosch gelieferten Pumpe-Düse-Einspritzprodukte.

Daher sehe der Autozulieferer, der 90 Prozent seiner Einspritzsysteme an VW verkaufe, knapp ein Zehntel der 12 500 Arbeitsplätze in Feuerbach in Gefahr, sagte Preuss. „Wir fertigen zwar auch Common Rail-Produkte, können unseren Lieferanteil von 90 Prozent aber sicher nicht halten“, sagte der Sprecher.

Der Betriebsrat verhandle derzeit mit dem Management über eine „Alternativbeschäftigung“ für 840 der 1 400 vom Stellenabbau bedrohten Mitarbeiter. Diese sollen in der Fertigung für Hochdruckpumpen in Feuerbach unterkommen, sagte Preuss.

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