Zahlen
Bier: Heineken im Minus, Carlsberg im Plus

Der niederländische Bierbrauer Heineken hat 2008 vor allem wegen der höheren Rohstoffkosten weniger verdient und stellt sich auf ein hartes Jahr 2009 ein. Dagegen verzeichnet Carlsberg 2008 ein Gewinnplus von 52 Prozent

HB AMSTERDAM/KOPENHAGEN. Der niederländische Bierbrauer Heineken hat 2008 vor allem wegen der höheren Rohstoffkosten weniger verdient und stellt sich auf ein hartes Jahr 2009 ein. Gerade Ende des vergangenen Jahres habe sich die Talfahrt an einigen Biermärkten beschleunigt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mit. Aus diesem Grund will der Bierhersteller, der in Deutschland unter anderem Marken wie Hacker-Pschorr, Kulmbacher oder Paulaner produziert, die Kosten und den Kapitaleinsatz drücken. Zudem müssten sich gerade die jüngst übernommenen Unternehmen besser als zuletzt entwickeln. Entlastung dürfte von nicht mehr so stark steigenden Rohstoffpreisen kommen.

Im vergangenen Jahr sei der Gewinn vor Sonderposten um zehn Prozent auf rund eine Milliarde Euro gesunken. Der Umsatz legte - größtenteils getrieben von Übernahmen - um 27 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro zu. Das organische Wachstum habe 7,4 Prozent betragen. Wegen einiger Sonderfaktoren sank der Überschuss um 74 Prozent auf 209 Millionen Euro. Die Dividende werde um acht auf 62 Cent gesenkt. Experten hatten mit einem etwas höheren Gewinn gerechnet. Die Aktie legte in den ersten Handelsminuten in einem gut behaupteten Marktumfeld leicht zu.

Der weltweit viertgrößte Brauereikonzern Carlsberg dagegen hat im vergangenen Jahr ein starkes Gewinnplus erzielt und blickt optimistisch in die Zukunft. Vor Sonderposten sei der Betriebsgewinn 2008 um 52 Prozent auf umgerechnet etwa 1,07 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Analysten hatten im Schnitt mit 1,05 Milliarden Euro gerechnet. Positiv habe sich vor allem die vollständige Übernahme der Baltic Beverages Holding (BBH) ausgewirkt, die die größte russische Brauerei Baltika kontrolliert. Auch die Preisgestaltung und die Angebotspalette hätten zu dem Ergebnis beigetragen, teilte der Konzern weiter mit. Für das laufende Jahr zeigt sich Carlsberg optimistisch und rechnet mit einem operativen Gewinn von mehr als 1,2 Milliarden Euro.

An der Börse lösten die Zahlen Jubelstimmung aus: Die Carlsberg-Aktie schoss im frühen Handel zwischenzeitlich mehr als neun Prozent in die Höhe.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%