Zahlen fürs dritte Quartal
Degussa rutscht tief ins Minus

Der Spezialchemiekonzern Degussa ist im dritten Quartal wegen Millionen-Abschreibungen in der Feinchemie wie erwartet tief in die Verlustzone geraten.

HB DÜSSELDORF. Wertberichtigungen von insgesamt 830 Mill. Euro schlugen unter dem Strich mit einem Verlust von 710 Mill. Euro zu Buche, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Dienstag in Düsseldorf mit. Ein Jahr zuvor hatten die Düsseldorfer noch 76 Mill. Euro Gewinn erwirtschaftet.

Im operativen Geschäft machten die hohen Rohstoffkosten der Gesellschaft zwar weiter zu schaffen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte dank Kosteneinsparungen aber überraschend auf 286 (Vorjahreszeitraum: 260) Mill. Euro. Ein Jahr zuvor war die Basis auf Grund des Ausbleibens des üblichen Sommerlochs bereits ungewöhnlich hoch. Der Umsatz legte dank spürbarer Preiserhöhungen und deutlich gestiegener Mengen auf 3,050 (2,858) Mrd. Euro zu.

Die von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten hatten im Durchschnitt im dritten Quartal mit einem Quartalsverlust von 652 Mill. Euro und einem Ebit von 258 Mill. Euro bei einem Umsatz von 2,9 Mrd. Euro gerechnet.

Trotz der Misere im Feinchemiegeschäft und der auch im vierten Quartal erwarteten Belastungen durch deutlich höhere Energie- und Rohstoffkosten bekräftigte Konzernchef Utz-Hellmuth Felcht den Ausblick für das Gesamtjahr. Für 2005 sei weiterhin eine leichte Steigerung bei Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zu erwarten. Wegen der Abschreibungen werde der Konzern aber unter dem Strich einen Verlust von rund 450 Mill. Euro ausweisen.

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