Zeitungsbericht
Airbus will deutsche Werke in Tochter auslagern

Airbus plant einem Zeitungsbericht zufolge zum Verkauf stehende deutsche Werke zunächst in eine separate Gesellschaft auszulagern. Zu dem neuen Tochterunternehmen sollen die Werke in Nordenham und Varel sowie das Augsburger Werk des Mutterkonzerns EDAS gehören.

HB FRANKFURT. Das schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagausgabe) ohne Quellen zu nennen. Die Tochter könne dann zu einem späteren Zeitpunkt veräußert werden, nachdem der bislang angestrebte Verkauf der Werke an den Raumfahrtkonzern OHB vom Tisch sei. Für das Airbus -Werk in Laupheim laufe der Verkaufsprozess hingegen weiter. Presseberichten zufolge durchkreuzen Finanzmarktkrise und Dollarverfall die OHB -Pläne zur Finanzierung der Übernahme. EADS -Chef Louis Gallois hatte zuletzt bereits eingeräumt, dass der starke Euro und die Krise den Prozess in die Länge ziehen könnten.

Die Verzögerung der Werksverkäufe bedrohe nach Ansicht von Airbus -Chef Thomas Enders nun auch die Einhaltung des Entwicklungs- und Bauplans für das Langstreckenflugzeug A350, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Airbus selbst hatte am Freitag deutlich gemacht, weiterhin über den Verkauf von Werken in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zu verhandeln. In Deutschland seien die Standorte Varel, Nordenham und Laupheim sowie das EADS -Werk Augsburg betroffen. Über Details und Verhandlungspartner wurden allerdings keine Angaben gemacht. Außerdem unterstrich das Airbus -Management die Notwendigkeit, den Entwicklungsplan für den A350XWB termingerecht einzuhalten. Die Werksverkäufe sollen zu Kosteneinsparungen führen und sind Teil des EADS -Sanierungsprogramms.

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