Zeitz Worte werden von Analysten auf die Goldwaage gelegt
Die Puma-Story ist noch lange nicht tot

Wenn die Puma AG am Montag die Zahlen für 2004 und für das vierte Quartal vorlegt, gilt für den Markt: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

HB MÜNCHEN. Die meisten der von Dow Jones Newswires befragten Analysten haben das abgelaufene Geschäftsjahr abgehakt - gehen von einem Zahlenwerk aus, das ihren Erwartungen entspricht - und konzentrieren sich auf 2005. Vor allem die Wortwahl des Managements beim Ausblick wird am Markt mit einiger Spannung erwartet.

Kein Thema mehr unter den Analysten ist das vor drei Wochen aufgekommene Gerücht, wonach bei Puma eine Gewinnwarnung bevorstehe, weil sich das Schlussquartal 2004 schlecht entwickelt habe. Die sechs von Dow Jones Newswires zu ihrer Quartalsprognose befragten Analysten gehen von einem Konzernergebnis von 29,3 nach 24,5 Mill. € im Vorjahresquartal aus. Der Nettoumsatz im vierten Quartal wird von den Analysten bei 275 (Vj. 228) Mill. € gesehen.

Auf dieser Grundlage errechnen neun von Dow Jones Newswires befragte Analysten für das Gesamtjahr ein Konzernergebnis von 250,6 nach 179,3 Mill. € und einen Nettoumsatz von 1,53 nach 1,27 Mrd. € 2003. Somit decken sich die Erwartungen der Analysten für das Gesamtjahreszahlenwerk weitestgehend mit den unternehmenseigenen Prognosen, die der im MDax notierte Sportartikelhersteller 2004 gleich mehrfach angehoben hatte. Zuletzt hatte Puma eine Steigerung des Konzerngewinns gegenüber dem Vorjahr von 35% bis 40% und ein Umsatzplus von 20% in Aussicht gestellt.

Jedes Wort, dass Puma-Vorstandsvorsitzender Jochen Zeitz am kommenden Montag zum Ausblick fallen lassen wird, dürfte auf die Goldwaage gelegt werden. Wird er für das laufende Geschäftsjahr ein zweistelliges Umsatzwachstum in Aussicht stellen, oder nur ein Umsatzplus im hohen einstelligen Bereich prognostizieren? Wird er ein proportionales Gewinnwachstum oder ein unterproportionales verheißen? Denn unter den Experten herrschen geteilte Meinungen, was von Puma zu halten ist.

Während ein Analyst das Umsatzplus des Sportartikelherstellers bei knapp unter 10% sieht, geht ein anderer von klar zweistelligen Wachstumsraten aus. Der Gewinn, der von 2003 auf 2004 noch um angenommene 40% anstieg, wird nach Meinung eines Experten nur noch um rund 7% zunehmen. Andere sehen das Plus bei dieser Kennziffer höher.

Vor allem in Europa sagen einige Analysten Puma wie auch anderen deutschen Sportartikelherstellern ein schwieriges Terrain voraus.

Mehrheitlich bewerten die Analysten das Papier von Puma mit „Hold“. Anders die Experten, die Puma mit „Outperform“ bewerten. „Die Puma-Story ist noch lange nicht tot“, meinte einer, der die Aktien derzeit für zu preiswert hält. Er glaubt aber auch, dass Zeitz seinen Ausblick eher vorsichtig und nicht bullish gestalten wird. Konservative Zurückhaltung sei Art des Hauses, zumal Puma gegenwärtig das Geschäft nur bis zum Sommer überblicken könne. Das dritte Quartal sei aber beim Sportartikelhersteller das Stärkste.

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