Zukunfspläne des Kosmetikkonzerns
Beiersdorf will jetzt durchstarten

Nach zahlreichen Umstrukturierungen will der Hamburger Kosmetikkonzern Beiersdorf dieses Jahr wieder wachsen. Nachdem der Überschuss im letzten Jahr deutlich zurückgegangen ist, sollen ab diesem Jahr vor allem boomende Auslandsmärkte die Gewinne wieder nach oben treiben. Aktionäre profitieren schon jetzt.

HB HAMBURG. Der Hamburger Kosmetikkonzern Beiersdorf will nach dem Abschluss seines Sparprogramms in diesem Jahr den Gewinn deutlich steigern. Der Jahresüberschuss ohne Sondereffekte solle überproportional zulegen, die Nettorendite sich verbessern. Das kündigte Vorstandschef Thomas-Bernd Quaas bei der Präsentation der Bilanz 2007 heute in Hamburg an.

2008 würden noch einmal Kosten von 30 Millionen Euro für den Umbau die Konzernbilanz belasten. Damit lässt sich Beiersdorf die Neuausrichtung seiner Abläufe vom Einkauf bis zum Vertrieb insgesamt 220 Millionen Euro kosten. Dem sollen ab 2009 Kostenvorteile von jährlich 100 Millionen Euro gegenüberstehen.

Der durch Marken wie Nivea, Tesa und Hansaplast bekannte Konzern mit 21 100 Beschäftigten hatte sich in den vergangenen Jahren von mehreren kleineren Auslandsgesellschaften getrennt. Zuletzt war das Zentrallager in Hamburg an den Schweizer Logistikkonzern Kühne + Nagel verkauft worden.

Die Aktionäre sollen von der Neurausrichtung bereits für 2007 profitieren. Beiersdorf kündigte an, die Dividende um 10 Cent auf 70 Cent je Anteilschein anheben zu wollen. Und das, obwohl sich der Überschuss im vergangenen Jahr um 226 Millionen Euro auf 442 Millionen verringerte. Im Vorjahr hatte allerdings ein außerordentlicher Gewinn aus dem Verkauf der Medizintochter BSN das Ergebnis erhöht.

Um Sondereffekte bereinigt stieg der Gewinn auf 486 Millionen Euro. Die Umsatzrendite nach Steuern verringerte sich auf 8,0 Prozent von 13,0 Prozent im Vorjahr. Angeschoben durch neue Produkte der Männerkosmetik soll die größte Beiersdorf -Sparte für Konsumartikel mit der Hautpflegemarke Nivea in diesem Jahr beim Umsatz mehr als acht Prozent zulegen und ihre operative Gewinnmarge steigern.

Besonders hohes Wachstum erwartet der von dem Handelskonzern Tchibo kontrollierte Traditionskonzern in China, Russland, Brasilien und Indien. "Aus dem bestehenden Geschäft erwarten wir ein überproportionales Ebit-Wachstum", erklärte der Konzernchef. Die Klebstofftochter tesa soll erneut ihren Umsatz stärker steigern als der Markt und ihre operative Marge dabei leicht erhöhen. Gerüchten über eine bevorstehende Trennung von Tesa widersprach der Beiersdorfchef. "Wir haben gegenwärtig für Tesa keine konkreten Veränderungspläne", sagte Quaas.

Allerdings stelle sich der Vorstand für alle Geschäftsbereiche regelmäßig die Frage, wie diese künftig am besten aufgestellt werden könnten. Zukäufe gehören momentan offenbar nicht zu diesen Überlegungen. "Wir haben derzeit keine konkreten Zukaufspläne", sagte Quaas. Das Unternehmen schaue sich zwar nach entsprechenden Möglichkeiten um, tue dies aber in Ruhe und nehme sich Zeit für Entscheidungen.

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