Zulieferer senkt die Prognose – Aktie bricht ein
Autoflaute schlägt auf Leoni durch

Der Zulieferer Leoni hat sich wegen einer beginnenden Flaute im Geschäft mit den Autoherstellern von seiner Gewinnprognose verabschiedet. Für 2008 werde nunmehr ein Umsatz von 2,9 Milliarden Euro statt wie bisher von über drei Milliarden Euro erwartet, teilte Leoni mit.

NÜRNBERG. Das operative Ergebnis (Ebit) werde zwischen 110 und 120 Mio. Euro liegen. Die Aktie war mit Abstand Tagesverlierer im M-Dax. Zuletzt hatte das auf Bordnetze und Kabel spezialisierte Unternehmen aus Nürnberg noch ein Betriebsergebnis um die 140 Mio. Euro vorausgesagt. Als wesentlichen Grund für die Prognoseänderung gab Leoni die Bordnetzsparte an. Dort werde mit einem „deutlich schwächeren“ vierten Quartal gerechnet.

Leoni-Vorstandsvorsitzender Klaus Probst befürchtet, dass es in der Automobilindustrie über die bislang angekündigten Produktionsdrosselungen hinaus zu weiteren Kürzungen kommt. Spürbare Absatzrückgänge seien auch in der Draht- und Kabelsparte, vor allem bei Automobilleitungen und den Anschlussleitungen für die Haushaltsgeräteindustrie, zu verzeichnen. Gut entwickele sich dagegen weiterhin das Geschäft mit Spezialkabeln, etwa für die Investitionsgüterindustrie, die Petrochemie oder Medizintechnik.

Die Ebit-Prognose werde außer durch den geringeren Umsatz auch durch den jüngsten Rückgang des Kupferpreises belastet. Dadurch käme es zu einer Ebit-Minderung im mittleren einstelligen Millionenbetrag in Euro, erläuterte ein Unternehmenssprecher. Hintergrund seien die vorhandenen Lagerbestände, die voraussichtlich zu Abwertungen zum Stichtag 31.12.2008 führten.

Das Unternehmen passe die Produktion bei den Bordnetzen an die neuen Bedingungen an, hieß es weiter. Davon sei die Belegschaft an Standorten in Nordafrika und Osteuropa berührt, die zunächst Überstunden abbauen. Deutsche Mitarbeiter seien hiervon nicht betroffen.

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