Zuversicht bei Autoherstellern wächst
Belebung auf dem Automarkt

Der deutsche Automarkt ist im Juli 2003 in Schwung gekommen und hat für bessere Stimmung bei den Herstellern gesorgt. Die Neuzulassungen übertrafen nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) mit 288 000 Pkw/Kombi die Vorjahreszahl um zwei Prozent und erreichten den höchsten Juli-Wert seit vier Jahren.

HB/dpa FRANKFURT. „Die Zuversicht wächst, das Stimmungsbarometer steigt“, betonte VDA- Präsident Bernd Gottschalk am Montag in Frankfurt. Wichtigste Stütze der Autokonjunktur bleibt aber der Export. Mit 315 700 Einheiten wurde das höchste je im Juli gemessene Ausfuhrergebnis erreicht.

Die Exporte lagen damit sieben Prozent höher als im Juli 2002. Von Juni auf Juli gab es saisonbereinigt ein Plus von 17 %. In den ersten sieben Monaten setzte die deutsche Autoindustrie 2,12 Mill. Pkw im Ausland ab - zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Aufträge aus dem Ausland fielen im Juli um ein Prozent stärker aus. Von Januar bis Juli gab es einen Rückgang von zwei Prozent.

Die Neuzulassungen waren in Deutschland nach sieben Monaten um 0,5 % schwächer als vor Jahresfrist. „Euphorie ist also fehl am Platze“, sagte Gottschalk. Nach wie vor sei Vorsicht angebracht. „Der schwache Auftragseingang im Inland zeigt, dass die Verbraucher noch abwarten.“ Die Bestellungen in Deutschland verfehlten im Juli das Vorjahresniveau um fünf Prozent und in den ersten sieben Monate um drei Prozent.

Diese Entwicklung hatte der VDA erwartet. Die deutschen Anbieter werden erst zur diesjährigen Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) im September in Frankfurt ihre neuen Modelle vor allem im Mittelklassebereich präsentieren. Daher ist das Interesse der Kunden an deutschen Marken derzeit gebremst.

Infolgedessen haben die Importeure auf dem deutschen Automarkt in den ersten sieben Monaten besser abgeschnitten als die deutsche Konkurrenz. Die ausländischen Hersteller verzeichneten ein Plus von 2,2 % bei den Neuzulassungen. Die deutschen Anbieter inklusive ihrer ausländischen Marken büßten 1,7 % ein. Damit erreichten die Auto-Importeure wieder einen Marktanteil von fast 30 %.

Durch die florierenden Verkäufe im Ausland lag die deutsche Pkw- Produktion im Juli mit 445 200 Pkw/Kombi 13 % über dem Fertigungsvolumen des Vorjahres. Damit sei aber erst ein Teil des Ausfalls wegen der ostdeutschen Metallerstreiks kompensiert worden, berichtete der VDA. Im bisherigen Jahresverlauf verließen mit gut drei Mill. rund zwei Prozent mehr Fahrzeuge die Bänder.

Auch im Nutzfahrzeug-Bereich ist wieder Besserung in Sicht. Bei den Transportern gab es im Juli sieben Prozent mehr Neuzulassungen, die Exporte legten im Vorjahresvergleich sogar um 26 % zu. Bei den schweren Lkw mit mehr als sechs Tonnen Gewicht wurde im Inland das Vorjahresniveau gehalten, die Ausfuhren gaben elf Prozent nach.

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