Zwischenbilanz
BMW übertrifft alle Erwartungen

Das zweite Quartal lief für BMW hervorragend. Gewinn und Umsatz schnellten teils zweistellig in die Höhe. Zwar sind die Börsianer Höchstleistungen von den Bayern gewohnt, doch mit diesem Anstieg hatten sie nicht gerechnet. Es ist ein glanzvoller Abgang für BMW-Chef Panke.

HB MÜNCHEN. Das Vorsteuerergebnis habe in den Monaten April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,9 Prozent auf 1,232 Mrd. Euro zugelegt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Analysten hatte im Schnitt mit lediglich 1,043 Mrd. Euro gerechnet. Das Nettoergebnis sei wegen einer gestiegenen Steuerlast aber nur um knapp 18 Prozent auf 787 Mill. Euro geklettert. Der Umsatz habe um 8,5 Prozent auf 13,193 Mrd. Euro zugenommen. Die Umsatzrendite sei im zweiten Quartal von 7,6 auf 9,3 Prozent angewachsen.

Der Konzern führte den Gewinnsprung auf die gestiegene Zahl der Auslieferungen und eine einträglichere Zusammensetzung der Modellpalette zurück. Im ersten Halbjahr legte die Zahl der Auslieferungen von Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um 8 Prozent auf 698 470 Fahrzeuge zu.

Nach den Rekordwerten im ersten Halbjahr soll es auch im zweiten Halbjahr rasant weitergehen. Das Unternehmen strebe nach wie vor ein Ergebnis vor Steuern von 4 Mrd. Euro sowie einen Spitzenwert bei den Auslieferungen an. Dies erklärte der scheidende BMW-Chef Helmut Panke. Er übergibt das Ruder zum 1. September an Produktionsvorstand Norbert Reithofer. Panke muss wegen der Altersgrenze für BMW-Manager von 60 Jahren abtreten.

Wechselkurse belasten

Auch ohne die Sondereffekte aus einer Umtauschanleihe, die im vergangenen Jahr das Konzernergebnis belastet und im ersten Quartal zu einem einmaligen Ertrag geführt hatten, werde der Autobauer 2006 einen Gewinn über dem des Vorjahres erreichen, sagte Panke.

Das Unternehmen sieht sich weiter dem Druck durch Wechselkurseffekte und steigende Rohstoffpreise ausgesetzt. „Im weiteren Jahresverlauf wird die BMW Group weiterhin externe Effekte zu verkraften haben, die zum Jahresende jedoch abnehmen werden“, hieß es. BMW begegne der Belastung mit weiteren Effizienzsteigerungen.

Nach den guten Zahlen haben die Aktien des Münchener Autobauers am Mittwochmorgen um gut 2,5 Prozent zugelegt.

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