Zwischenbilanz
Henkel macht mit Neuheiten gutes Geschäft

Henkel hat im zweiten Quartal seinen Gewinn um ein Viertel gesteigert und gibt einen optimistischeren Ausblick für das Gesamtjahr. Die Erwartungen der Analysten übertraf der Konsumgüterkonzern deutlich. Das lag nicht zuletzt daran, dass neue Produkte gut einschlugen.

HB DÜSSELDORF. Der Nettogewinn stieg von April bis Juni nach Angaben des Unternehmens von 196 Mill. Euro im vergangenen Jahr auf 243 Mill. Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) nahm im Jahresvergleich von 296 auf 359 Mill. Euro zu. „Die Zahlen liegen deutlich über der Markterwartung“, erklärte Analystin Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Der Umsatz stieg auf 3,2 Mrd. Euro. Das sind 7,3 Prozent mehr als im selben Quartal des Vorjahres. Unter Ausschluss von Währungseffekten und Portfolioveränderungen ergab sich ein Plus von 6,1 Prozent. Nach dem ersten Halbjahr liegt das Wachstum mit insgesamt 6 Prozent damit weiterhin deutlich über dem Zielkorridor des Unternehmens für das Gesamtjahr von 3 bis 4 Prozent.

Getrieben wurde das Geschäft im zweiten Quartal von neuen Produkten und einem sich erholenden Heimatmarkt. Für das Plus führt Henkel selbst drei Gründe an: die sehr gute Entwicklung in Wachstumsregionen, die Einführung neuer Produkte und Preiserhöhungen.

Besonders stark wuchsen die beiden Bereiche Klebstoffe und Technologies mit Zuwächsen aus eigener Kraft von jeweils mehr als 8 Prozent. Aber auch im umsatzstärksten Segment, den Wasch- und Reinigungsmitteln, fiel der organische Zuwachs mit 5,4 Prozent nahezu doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Henkel habe sich mit neuen Produkten hier erfolgreich gegen die Konkurrenz der Billigwaschmittel zur Wehr gesetzt.

Prognose erhöht

Für den Ausblick auf das Gesamtjahr gab Henkel eine leicht optimistischere Umsatzprognose ab. Demnach 2006 soll der Umsatz ohne Währungseffekte und Portfolioveränderungen nun „am oberen Rand der Bandbreite“ von 3 bis 4 Prozent wachsen. Beim wechselkursbereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern und dem Ergebnis je Vorzugsaktie peilt der Konzern weiter ein Jahresplus von 10 Prozent an.

Henkel-Chef Ulrich Lehner erwägt nun, eigene Aktien zurückzukaufen, sobald sich der finanzielle Spielraum ergebe. Das sagt er am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Derzeit sei aber noch keinen Raum für Aktienrückkäufe.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%