Zwischenbilanz
MTU Aero Engines ist gut im Geschäft

Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines hat nach einem unerwartet hohen Gewinnsprung in den ersten neun Monaten seine Jahresprognose für den Überschuss angehoben.

dpa-afx MÜNCHEN. In den Monaten Januar bis September sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 166,6 Mill. Euro im Vorjahr um 35 Prozent auf 224,7 Mill. Euro gestiegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in München mit. Die Schätzungen der von dpa-AFX befragten Experten hatten im Schnitt bei 217,9 Mill. Euro gelegen.

Der Auftragsbestand lag am 30. September bei 3,449 Mrd. Euro und damit leicht unter dem Niveau am Jahresbeginn. Dieser Rückgang sei aber ausschließlich auf Veränderungen des Dollarkurses zurückzuführen, teilte MTU mit. Bereinigt liege der Auftragsbestand seit Jahresbeginn auf unverändertem Niveau.

Angesichts des guten Verlaufs der ersten neun Monate hob das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr erneut an. So geht MTU nun von einem operativen Gewinn in Höhe von 310 (2005: 233) Mill. Euro aus - 20 Mill. Euro mehr als bisher erwartet. Beim bereinigten Überschuss erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr nun 115 (2005: 51,4) Mill. Euro - zehn Mill. Euro mehr als zuvor. Erst im Juli hatte MTU seine Jahresprognose nach einem guten ersten Halbjahr angehoben. Beim Umsatz bestätigt das Unternehmen seine bisherige Zielmarke von 2,35 Mrd. Euro.

Für das vierte Quartal kündigte MTU an, dass Rückstellungen für den Abbau von 250 bis 300 Stellen das Ergebnis um 20 bis 30 Mill. Euro belasten werden. Mit dem Sparprogramm will der Konzern in Zukunft etwa 50 Mill. Euro pro Jahr einsparen.

Unterm Strich konnte sich der bereinigte Überschuss von 35,3 auf 87,7 Mill. Euro mehr als verdoppeln. Die Experten hatten hier mit 68,9 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte von 1,546 um 13 Prozent 1,750 Mrd. Euro und lag damit ebenfalls leicht über den Prognosen der Experten, die im Schnitt bei 1,737 Mrd. Euro gelegen hatten.

Stärkster Wachstumstreiber sei der Bereich zivile Instandhaltung gewesen, teilte das Unternehmen weiter mit. Hier sei der Umsatz in den ersten neun Monaten um 29 Prozent auf 545 Mill. Euro gestiegen. Der Umsatzanteil der zivilen Instandhaltung lag damit bei 40 Prozent. Wichtigster Umsatzträger war das Flugzeugtriebwerk V2500, das vor allem von der EADS-Tochter Airbus in seinem Modell A320 eingesetzt wird.

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