Zwischenbilanz
Ranbaxys Gewinnexplosion langt Anlegern nicht

Obwohl der indische Generikahersteller Ranbaxy seinen Gewinn im dritten Quartal versechsfacht hat, waren die Anleger unzufrieden. Sie hatten mehr erwartet und verkauften massenhaft Anteile. Da half auch der positive Ausblick nichts.

HB NEU-DELHI. Der Nettogewinn sei von Juli bis September von 187 Mill. auf 1,4 Mrd. Rupien (24,7 Mill. Euro) gestiegen, teilte der größte Pharmakonzern des südasiatischen Landes am Donnerstag mit. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit 1,8 Mrd. Rupien gerechnet. Der Umsatz lag bei 16,4 Mrd. Rupien, ein Plus von 26 Prozent.

In den USA konnte Ranbaxy die Erlöse trotz eines Preisrückgangs bei seinem Cholesterinsenker Simvastatin um 25 Prozent auf 96 Mill. Dollar steigern. Dagegen verzeichnete das Unternehmen in Europa nur ein Umsatzplus von 1 Prozent. In den Schlüsselmärkten Großbritannien, Frankreich und Deutschland fielen die Umsätze sogar um 11 Prozent.

Ranbaxy war zuletzt stark auf Einkaufstour gegangen und hat alleine in den vergangenen 15 Monaten 8 Übernahmen getätigt, darunter das Generikageschäft des britischen Konkurrenten Glaxo Smith Kline in Spanien und Italien. Der Konzern will bis 2012 zu den weltweit fünf größten Generikaherstellern gehören.

Für das laufende vierte Quartal zeigte sich Ranbaxy optimistisch. Dieses solle deutlich stärker als das abgelaufene ausfallen, als erhöhte Investitionen in den rumänischen Markt und der Preisverfall im wichtigen US-Markt das Wachstum bremsten. Für das Gesamtjahr erwartet Ranbaxy unverändert ein Umsatzwachstum von 18 Prozent und eine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von 16 Prozent. „Wir sind auf Kurs, unsere Ziele zu erreichen“, sagte Finanzvorstand Ram Ramasundar.

Die Börse in Mumbai reagierte gleichwohl enttäuscht auf die schwächer als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen und schickte die Ranbaxy-Aktie mit einem Minus von 3 Prozent auf 411 Rupien aus dem Handel.

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