10. Tarifrunde für Zeitungsredakteure
Journalisten streiken weiter

Erneut haben Journalisten deutschlandweit ihre Arbeit niedergelegt. Sie fordern für ihre Arbeit vier Prozent mehr Lohn. Noch ist eine Einigung im Tarifstreit der Zeitungsredakteure nicht in Sicht.
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HamburgDie zehnte Tarifrunde für die bundesweit rund 14.000 Redakteure an Tageszeitungen ist am Mittwoch von Arbeitsniederlegungen begleitet worden. In Hamburg verhandelten der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und die Gewerkschaften DJV und Verdi erneut über Gehaltserhöhungen und eine neue Tarifstruktur für Berufseinsteiger. Am Nachmittag war ein Ende der Verhandlungen noch nicht absehbar, wie Sprecher der Verhandlungsparteien der Nachrichtenagentur dpa sagten.

Die Arbeitnehmervertreter fordern vier Prozent mehr Geld und haben das Arbeitgeberangebot bisher als „völlig unzureichend“ bewertet. Es sieht neben zwei Einmalzahlungen von je 200 Euro von 2013 an eine Erhöhung der Gehälter um 1,5 Prozent vor.

Parallel zur Verhandlungsrunde legten in Verlagen Redakteure ihre Arbeit nieder, darunter waren beispielsweise Zeitungen in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Thüringen, Hessen und Berlin. In anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben Redakteure in den vergangenen Wochen mehrfach gestreikt. Auch in Bayern traten sie am Mittwoch erneut in den Ausstand, an dem sich laut Verdi etwa 600 Redakteure aus einem Dutzend Medienhäusern beteiligten.

Bei einer Kundgebung in Essen demonstrierten etwa 300 Zeitungsredakteure aus Nordrhein-Westfalen gegen Gehaltskürzungen für Berufseinsteiger und für mehr Geld. Die Verleger hätten mit ihren Kürzungsplänen einen grundsätzlichen Angriff auf den Qualitätsjournalismus gestartet, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. „Kommt es nicht zur Einigung, wird der Streik fortgesetzt, im Zweifelsfall mit einem langen Atem.“ Die Verlage erzielten immer noch Renditen von im Schnitt acht bis zehn Prozent, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Michael Konken. Deshalb dürften die Redakteure nicht als „Melkkühe der Verlage“ missbraucht werden.

Gleichzeitig gehen Auflagen und Werbeerlöse vieler deutscher Tageszeitungen seit Jahren zurück. Allein im ersten Halbjahr hätten sich die Anzeigenvolumina um 3,5 Prozent verringert, sagte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Anja Pasquay. Auf die „schwierigen branchenwirtschaftlichen Entwicklungen“ hatte BDZV-Verhandlungsführer Werner Hundhausen bereits zu Wochenbeginn erneut verwiesen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Da die Zeitungen in Deutschland allesamt obrigkeitshörig sind und nur das drucken, was unsere korrupten Politiker ihnen diktieren, schlage ich vor, dass der Streik vor dem Kanzlerinnenamt stattfindet. Denn wenn die politisch gekauften Medien nur zum Wohle von Merkel und Konsorten die öffentliche Meinungsbildung betreiben, dann sollten sie ihren zusätzlichen Lohn bei denen eintreiben, die von ihrer DDR-Propaganda profitieren.

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