123-TV startet Sendebetrieb in München – Verkäufe gegen Höchstgebot
Neuer Homeshopping-Kanal plant 2006 mit schwarzen Zahlen

Die deutsche Fernsehlandschaft bekommt einen weiteren Einkaufs-Kanal: An diesem Freitag wird in München der neue Homeshopping-Sender 123-TV den Sendebetrieb aufnehmen. Zunächst werden per Astra-Satellit rund 14,5 Millionen TV-Haushalte erreicht, das ist ein Drittel des deutschen Marktes.

cbu MÜNCHEN. 123-TV ist von 8 bis 18 Uhr auf Sendung und teilt sich die Frequenz mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Ab 2005 soll es ein 24-Stunden-Programm geben.

„Mit 123-TV startet eine neue Generation von Homeshopping-Angeboten“, sagte Geschäftsführer Andreas Büchelhofer in München. Die Zuschauer können per Telefon einen Preis für den angebotenen Artikel bieten. Ein Kauf kommt – ähnlich wie bei E-Bay – dann zu Stande, wenn der angebotene Preis zu den höchsten gehört.

Juristisch betreibt 123-TV aber keine Versteigerung, sondern „Verkäufe gegen Höchstgebot“ mit Widerspruchsrecht. Angeboten werden soll ein breites Sortiment von Produkten, die aus Lagerüberhängen oder als Restposten europaweit eingekauft werden. Darunter werden Schmuck und Elektronikprodukte, aber kaum Textilien sein.

Bereits 2006 will 123-TV die Gewinnschwelle erreichen, sagte der zweite Geschäftsführer Henning Schnepper. Dann rechnet der Sender mit einem Umsatz von etwa 100 Mill. Euro und etwa 500 000 Stammkunden. Finanziert wird die Firma in erste Linie von Venture-Capital-Firmen, darunter renommierte Adressen wie 3i und Wellington Partners. Bis 2006 hat 123-TV bis zu 20 Mill. Euro zur Verfügung.

Homeshopping in Deutschland wird trotz allgemeiner Krise im Einzelhandel ein deutliches Wachstum vorausgesagt. Studien gehen davon aus, dass der Markt 2008 bei rund 1,3 Mrd. Euro liegen wird. Das sei aus seiner Sicht sogar niedrig gegriffen, sagte 123-TV-Geschäftsführer Büchelhofer. Derzeit teilen sich in Deutschland QVC, Home Shopping Europe (HSE) und RTL Shop den Markt, der 2003 ein Volumen von etwa 760 Mill. Euro hatte. Büchelhofer und Schnepper gehörten mit zum Gründungsteam von HSE.

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