„2006 keine starke Marktbelebung“
IT-Händler Bechtle will Marktanteile gewinnen

Im laufenden Jahr erwartet Bechtle keine durchgreifende Marktbelebung. Daher hat der schwäbische IT-Händler und -Dienstleister seine Ergebnisprognose nach unten korrigiert. Das Umsatzwachstum soll 2006 allerdings den Branchendurchschnitt übertreffen.

HB STUTTGART. „Im Augenblick gelingt es uns gut, Marktanteile hinzuzugewinnen“, sagte Vorstandschef Ralf Klenk am Mittwoch bei der Vorlage der Bilanz in Stuttgart. Der erhoffte Investitionsschub von Unternehmen und Behörden ist seinen Worten zufolge aber immer noch nicht in Sicht. Vom Markt sei kein kräftiger Rückenwind zu erwarten, sagte Klenk.

Im ersten Quartal liege Bechtle bei Umsatz und Ertrag über dem schwachen Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem über dem erwarteten Marktwachstum liegenden Umsatzplus von sechs bis zehn Prozent, nachdem die Erlöse 2005 dank Zukäufen um 8,3 Prozent auf 1,18 Mrd. Euro geklettert waren. Bis 2010 will Bechtle bei einer verbesserten Ertragslage den Umsatz auf zwei Mrd. Euro nahezu verdoppeln.

Der Vorsteuergewinn wird für 2006 nur noch auf dem Vorjahresniveau von 41,2 (2004: 37,6) Mill. Euro erwartet. Im Februar hatte eine Firmensprecherin noch ein höheres Ergebnis in Aussicht gestellt. Den größten Teil des Geschäfts macht Bechtle traditionell im Schlussquartal, wenn Unternehmen und öffentliche Einrichtungen Budgetüberschüsse für Anschaffungen in der Informationstechnik ausgeben.

Das Unternehmen konzentriert sich Klenk zufolge nun auf das Wachstum aus eigener Kraft und hat weitere Akquisitionen nicht im Blick. „Im Moment haben wir keine konkreten Absichten und Angebote auf dem Tisch liegen“, sagte der Vorstandschef. Möglich seien allerdings kleinere Zukäufe, sollte sich die Gelegenheit bieten.

Die Analysten der WestLB zeigten sich enttäuscht von der Ergebnisprognose der Firma und stuften ihre Anlageempfehlung für deren Anteilsscheine zurück.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%