40 Stunden-Woche sowie Einschnitte bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld gefordert
Siemens-Chef legt sich mit IG Metall an

Heinrich von Pierer ist auf Konfrontationskurs. Der mächtige Siemens-Chef, der bislang immer auf Konsens gesetzt hat, liegt derzeit mit der IG Metall im Streit. Spätestens seit dem letzten Tarifabschluss stehen die Zeichen zwischen Siemens und der Gewerkschaft auf Sturm.

MÜNCHEN. Der Grund: Siemens will Zugeständnisse der Betriebsräte, um Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten. „Wir haben den Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze aufgenommen“, sagt von Pierer. Die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche wird diskutiert. Auch das Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind keine Tabus mehr. Von Pierer drohte sogar schon mit dem Austritt aus dem Arbeitgeberverband. Gestern trafen sich Siemens- Manager und Betriebsräte zu Gesprächen: In München tagte der Wirtschaftsausschuss.

Siemens beschäftigt noch 167 000 der insgesamt 414 000 Mitarbeiter in Deutschland. Doch über 10 000 qualifizierte Arbeitsplätze sind nach IG Metall-Angaben von der Abwanderung Richtung Osten bedroht. Konzernchef von Pierer bestreitet diese Zahl.

Die IG Metall ist alarmiert, denn Siemens könnte schnell zu einem Präzedenzfall werden. „Die wollen es jetzt wissen. Die sind ein Stück weit Gotteskrieger“, schimpft Wolfgang Müller, Siemens-Beauftragter bei der IG Metall. Die Gewerkschaft lehnt jeden Kompromiss ab. Von Pierer fordert aber Zugeständnisse.

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