Acer profitiert besonders
Netbooks lassen PC-Markt wachsen

Der Absatz von PCs hat im dritten Quartal überraschend zugelegt. Für das Wachstum ist vor allem der Verkauf von Netbooks in Asien und den USA verantwortlich. Schwierig ist nach wie vor der Markt für Business-PCs.

DÜSSELDORF. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Gartner wurden von Juli bis September dieses Jahres weltweit insgesamt 80,9 Mio. Computer verkauft – 0,5 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahrs. Gartner hatte in seiner Prognose für das dritte Quartal einen Rückgang von 5,6 Prozent erwartet.

Allerdings zog der Markt nicht in allen Regionen an. Für das Wachstum waren vor allem die Märkte in Asien (plus 16 Prozent) und USA (ein Plus von rund vier Prozent) verantwortlich. In China hätten vor allem die Konjunkturprogramme die Nachfrage nach Computern beschleunigt, sagte Gartner-Analyst Ranjit Atwal dem Handelsblatt. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) wurden dagegen mit 26 Millionen PCs rund zehn Prozent weniger Rechner als im dritten Quartal 2008 verkauft.

Schwierig war nach wie vor der Markt für Business-PCs. „In der Krise haben viele Unternehmen die Investitionen in neue Rechner hinausgeschoben“, sagte Atwal. Ein Anziehen der Nachfrage in diesem Segment erwartet der Gartner-Analyst erst in der zweiten Hälfte nächstes Jahres.

Praktisch das gesamte Wachstum im PC-Markt kommt von den abgespeckten Mini-Notebooks. Während Unternehmen sich mit der Erneuerung ihrer IT-Systeme Zeit lassen, greifen Verbraucher bei den günstigen Geräten zu. Für die Computer- Hersteller bedeute diese Entwicklung allerdings geringere Renditen, da der Preiskampf bei den Billig-Notebooks kaum Gewinne übrig lasse, sagte Atwal.

Am stärksten von dieser Entwicklung profitiert hat Acer. Der taiwanesische Hersteller lieferte nahezu ein Viertel mehr Geräte aus und machte beim Marktanteil einen Sprung von 12,5 auf 15,4 Prozent. Acer hat damit den einst weltgrößten PC-Hersteller Dell vom zweiten Platz in der Branche verdrängt. Marktführer bleibt Hewlett-Packard. Das Unternehmen aus Palo Alto verbesserte seinen Marktanteil von 18,4 Prozent auf 19,9 Prozent.

Dell rutschte hingegen weltweit von 13,8 auf 12,8 Prozent ab, blieb aber die Nummer eins im Heimatmarkt USA. Apple kam in den USA auf Platz vier in der Rangliste mit einem Marktanteil von 8,8 Prozent (Vorjahr: 8,6 Prozent). Weltweit reichte der geringe Zuwachs jedoch nicht für die Top fünf.

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